Wegen ausbleibender Aufträge: Fernsehballett-Eigentümer verklagt den MDR

 

Der Fernsehballett-Eigentümer Peter Wolf macht ernst: Er verklagt den MDR, weil dieser angeblich mündliche Zusagen nicht einhalte und das Fernsehballett wie verabredet buche. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Wolf fordert rund eine Million Euro vom Sender.

Der Fernsehballett-Eigentümer Peter Wolf macht ernst: Er verklagt den MDR, weil dieser angeblich mündliche Zusagen nicht einhalte und das Fernsehballett wie verabredet buche. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Wolf fordert rund eine Million Euro vom Sender.

In einer eidesstattlichen Erklärung versichert Wolf, dass MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi in drei Gesprächen Auftragszusagen über "360.000 Euro p.a. für das Jahr 2014 in MDR- und ARD-Sendungen gegeben" habe. Zudem habe er eine Fortsetzung der Ballett-Gala "Die große Show der langen Beine" versprochen, schreibt die "BamS". 

Beim MDR dementiert man entsprechende mündliche Vereinbarungen mit Wolf. MDR-Intendantin Karola Wille bestreitet, dem Ballett "Versprechungen oder Zusagen für ein bestimmtes Auftragsvolumen und konkrete Sendungen gemacht zu haben". Jetzt sieht es so aus, als hätten deutsche Richter in diesem Fall das letzte Wort. 

Hintergrund: Der MDR verkaufte seinen 90-prozentigen Anteil am Deutschen Fernsehballett im Februar 2012 an Peter Wolf (kress.de vom 6. Februar 2012). In der vergangenen Woche erklärte Wolf nun erstmals, dass das Ballett vom MDR nicht wie vereinbart gebucht werde. Daher drohe dem Ensemble im März 2014 das Aus. Ohne die reichweitenstarken TV-Sendungen sei das Fernsehballett nun einmal nicht zu finanzieren, argumentiert Wolf. Sieben Auftritte seien dem Ensemble für 2014 angeboten worden, vereinbart waren angeblich 24.

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