Erstes Funke-Springer-Paket genehmigt: Kartellamt gibt grünes Licht für Regional- und Frauentitel

 

Die Funke Mediengruppe darf Regionalzeitungen und Frauenzeitschriften von Axel Springer übernehmen. Das hat das Bundeskartellamt am Dienstag genehmigt.

Die Funke Mediengruppe darf Regionalzeitungen und Frauenzeitschriften von Axel Springer übernehmen. Das hat das Bundeskartellamt am Dienstag genehmigt. Dazu gehören bei den Regionalzeitungen die "Berliner Morgenpost", das "Hamburger Abendbatt", die "Bergedorfer Zeitung" sowie die Anzeigenblätter in Berlin und Hamburg. Bei den Frauenzeitschriften handelt es sich um "Bild der Frau" und "Frau von heute".

Am 25. Juli 2013 hatte sich die Funke Mediengruppe mit Axel Springer darauf geeinigt, vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehörden, deren Regionalzeitungen sowie Programm- und Frauenzeitschriften zu übernehmen. Außerdem wurde vereinbart, Gemeinschaftsunternehmen für Vermarktung und Vertrieb zu gründen.

Mitte November gaben die Vertragspartner bekannt, dass sie den ursprünglichen Antrag zur Genehmigung der Transaktion aus formalen Gründen zurückgezogen haben - um das bereits laufende Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und schrittweise gesonderte Freigaben zu ermöglichen.

Das Kartellverfahren wurde daraufhin neu in vier Einzelpakete aufgeteilt.

Erstens: Regionalzeitungen und Frauenzeitschriften

zweitens: Programmzeitschriften

drittens: Gemeinschaftsunternehmen Vertrieb

sowie viertens: Gemeinschaftsunternehmen Vermarktung.

Der Gesamtumfang der geplanten Transaktion bleibt unverändert. Mit den weiteren Entscheidungen der Kartellbehörden ist im nächsten Jahr zu rechnen.

"Durch die Aufteilung des ursprünglich gemeinsam angemeldeten Zusammenschlussvorhabens in vier Einzelpakete war es möglich, die kartellrechtlich unbedenkliche Übernahme der Lokalzeitungen in Berlin und Hamburg sowie der beiden Zeitschriften 'Bild der Frau' und 'Frau von heute' schnell freizugeben", so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. "Für die Prüfung der verbleibenden Teile gilt jeweils ab dem Zeitpunkt der Anmeldung eine neue Frist von maximal vier Monaten."

Auf den Zeitungsmärkten in Berlin und Hamburg war die Funke Mediengruppe bisher nicht tätig, so dass der Zusammenschluss dort keine kartellrechtlichen Bedenken aufwirft, heißt es in einer Mitteilung des Bundeskartellamts. Im Bereich der Frauenzeitschriften könne die Funke Mediengruppe durch die Übernahme der Springer-Titel "Bild der Frau" und "Frau" von heute zwar seine Marktanteile auf dem Leser- und Anzeigenmarkt erhöhen. Die Funke Mediengruppe bleibe dort aber auch künftig wesentlichem Wettbewerb ausgesetzt.

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