Um ein "Geschmäckle" zu verhindern: Seehofer sagt Auftritt im ZDF-Jahresrückblick ab

 

Markus Lanz muss am kommenden Sonntag beim ZDF-Jahresrückblick "Menschen 2013" ohne CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer auskommen. Der hat seinen Auftritt in der Show kurzerhand abgesagt. Der Grund ist das Interview zwischen Marietta Slomka und Sigmar Gabriel, das auch ihm Kritik einbrachte.

Markus Lanz muss am kommenden Sonntag beim ZDF-Jahresrückblick "Menschen 2013" ohne CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer auskommen. Der hat seinen Auftritt in der Show kurzerhand abgesagt. Der Grund ist das Interview zwischen Marietta Slomka und Sigmar Gabriel, das auch ihm Kritik einbrachte.

Nach der kontrovers geführten Diskussion hatte sich Seehofer auf die Seite Gabriels gestellt und sich bei ZDF-Intendant Thomas Bellut beschwert. Katrin Göring-Eckard, Fraktionschefin der Grünen, kritisierte daraufhin "Fürst Seehofers Verständnis von Pressefreiheit" und die "Bild am Sonntag" fragte, ob Seehofer "unbequeme Journalisten einschüchtern" wolle. 

CSU: Seehofer will sich nicht feiern lassen

Seehofers Absgabe an Lanz sei nur konsequent, heißt es laut den Informationen des "Donaukuriers" nun aus der CSU. Der Sender könne ihm nicht politische Einflussnahme vorwerfen und ihn andererseits zu einer solchen Unterhaltungssendung einladen. Seehofer wolle sich nun nicht "feiern lassen" und ein "Geschmäckle" vermeiden.

Ganz objektiv gesehen hat Seehofer einen Platz im Jahresrückblick verdient. Er hat die CSU bei den Landtagswahlen wieder zur absoluten Mehrheit geführt und entscheidend zum guten Ergebnis der Union bei der Bundestagswahl beigetragen. Um diese Themen sollte es wohl auch beim ZDF-Rückblick gehen.

ZDF: "Absagen gehören zum Tagesgeschäft"

Die Tatsache, dass Seehofer nun abgesagt hat, spielt man in Mainz herunter. Absagen seien "nicht unüblich" und gehören nun einmal zum Tagesgeschäft, zitiert der "Donaukurier" einen Sendersprecher.

Ihre Kommentare
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René Schellbach

René Schellbach

Freier Journalist für Text - Foto - Layout

04.12.2013
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Im September gibt es Lebkuchen und die Jahresrückblicke kommen jetzt. Davon betroffen ist nicht nur die seichte Unterhaltung. Hier hatte RTL am 1.12. die Nase vorn, eine Woche vor Markus Lanz im ZDF. Aber die SZ war noch schneller: Die Münchner brachten ihre Jahreschronik am 30.11. raus. Dabei ist die Jahresbilanz unvollständig ohne die Bundestagswahl – und dazu gehört die Regierungsbildung. Union und SPD sind einfach zu spät dran fürs Marketing der Medien. Wer zuerst kommt, verkauft am besten.


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