"Handelsblatt": Springer soll für N24 höchstens 120 Mio gezahlt haben

10.12.2013
 

Der Preis für die N24-Übernahme ist für Axel Springer überschaubar, schreibt Kai-Hinrich Renner im "Handelsblatt". Weil Springer in der Regel das Neun- bis Zwölffache des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) zahle, dürfte der Sender höchstens 120 Mio gekostet haben, rechnet Renner vor.

Der Preis für die N24-Übernahme ist für Axel Springer überschaubar, schreibt Kai-Hinrich Renner im "Handelsblatt" vom Dienstag. Er rechnet vor: "Springer zahlt in der Regel das Neun- bis Zwölffache des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Der dürfte bei N24 zuletzt maximal bei zehn Millionen Euro gelegen haben, so dass der Sender höchstens 120 Mio gekostet haben kann. 2011 setzte N24 exakt 87,16 Mio Euro um und erzielte einen Jahresüberschuss von 2,86 Mio Euro.

Erfreulich für Springer sei, dass N24 seinen Liefervertrag mit der ProSiebenSat.1 Media AG, die den Löwenanteil seiner Erlöse ausmachten, gerade erst um drei Jahre bis 2019 verlängern konnte. Die Zulieferungen umfassen alle Newssendungen sowie das Sat.1-Frühstücksfernsehen, das von der N24-Tochter MAZ More produziert wird.

Der neue "Welt"-Herausgeber Stefan Aust würde gerne das Projekt eines digitalen Nachrichtenmagazins ("Die Woche") wiederbeleben, weiß Renner. Konkrete Pläne dafür gebe es aber nicht. Generell sei Springer auf der Suche nach "journalistisch hochwertigem Inventar. Die Werbewirtschaft verlange danach.

Die Produktion bei N24 könnte Springer nach dem Vorbild der Zeitungsproduktion der "Welt"-Gruppe organisieren: "Eine Springer-Führungskraft spricht davon, dass von ein und derselben Redaktion von ein und demselben Stoff Beiträge in unterschiedlicher Länge produziert werden könnten: 1:30 oder 2:30 für Online, längere Stücke für das Fernsehen", heißt es im "Handelsblatt". Als Vorbild habe der Manager die Produktionsgepflogenheiten bei der "Welt" genannt - deren lange Stücke in kurze Infohappen für die kleinformatige "Welt Kompakt" umgearbeitet werden.

Sehr gelassen soll Springer die bevorstehenden Prüfung durch die Wettbewerbsbehörden erwarten. Ein Verlagsmanager sieht auch keine Probleme durch die KEK. Sie berücksichtige Eigentums- und nicht Lieferantenverhältnisse. Die redaktionelle Verantwortung für die Zulieferungen lägen bei ProSiebenSat.1.

Ihre Kommentare
Kopf

Nicolas Clasen

10.12.2013
!

Springer ist auf dem besten Weg, dem Innovators Dilemma zu entkommen und investiert endlich wieder in digitale Inhalte - das könnte sich als Befreiungsschlag für eine ganze Branche erweisen!

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