152.493 Abonnenten in sechs Monaten: Donata Hopfen zieht für "BildPlus" Bilanz

 

"BildPlus", das gestaffelte Bezahlmodell der Marke "Bild", hat der Axel Springer SE innerhalb eines halben Jahres nach dem Start 152.493 zahlende Abonnenten beschert. Das gab Donata Hopfen, Geschäftsführerin Bild KG, am Dienstagabend in Berlin bekannt. Ein Drittel der Abonnenten bezieht zudem das digitale Fußball-Angebot "Bundesliga bei Bild".

"BildPlus", das gestaffelte Bezahlmodell der Marke "Bild", hat der Axel Springer SE innerhalb eines halben Jahres nach dem Start 152.493 zahlende Abonnenten beschert. Das gab Donata Hopfen, Geschäftsführerin Bild KG, am Dienstagabend in Berlin bekannt. Ein Drittel der Abonnenten bezieht zudem das digitale Fußball-Angebot "Bundesliga bei Bild".

Hopfen zeigte sich angesichts dieser Zahlen zufrieden. Die Reichweite von "bild.de" sei seit der Einführung der Bezahlschranke nicht zurückgegangen. Die Konvertierungsrate liege bei erfreulichen 1,1%. Alles in allem sei diese Zwischenbilanz "eine Bestätigung unserer Strategie für Bezahlangebote im Internet", so Hopfen.

Vor allem die Qualität redaktioneller Artikel habe die Leser von "BildPlus" überzeugt, so Hopfen. 76% der Abonnenten seien nicht über Marketingaktionen, sondern allein über die Inhalte gewonnen worden. Ein Pfund, auf das sich die Geschäftsführerin auch beruft, wenn es um die Frage geht, ob die digitalen Bundesligarechte nicht mehr Abonnenten für "BildPlus" hätten begeistern müssen? "Die Rechte tun dem Produkt total gut", sagte Hopfen. Das Interesse von einem Drittel aller Abonnenten an den Clips der 1. und 2. Bundesliga entspreche dem Interesse an Fußball in der Gesamtbevölkerung.

Springer gliedert sich künftig in drei neue Segmente

Springers Vorstandsvorsitzender, Mathias Döpfner, nutzte das Stichwort Qualität, um noch einmal zu unterstreichen, dass "Sinn und Seele des Unternehmens Axel Springer" der Journalismus sei. Dazu war bereits am Montag ein dreiseitiges Grundsatzpapier mit dem Titel "Homepage" an alle Mitarbeiter verteilt worden. Von 2014 an wird sich der Verlag demnach entlang der Erlösstrukturen des Verlags in die Segmente Bezahl-, Vermarktungs- und Rubrikenangebote gliedern. Die bisherige Orientierung an Print, Digital, National und International werde aufgehoben. Damit unterstreicht der Konzern vor allem, seinen Willen, Geld zu verdienen und unternehmerisches Denken zu fördern. Ob sich damit immer auch journalistische Qualität vereinbaren lässt, werden Nutzer und Werbetreibende in den kommenden Jahren beweisen müssen.

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