Mit nicht ganz neuen Inhalten: Skys VoD-Dienst Snap kostet 9,90 Euro im Monat

12.12.2013
 

Die Eckdaten zu Snap, des neuen Video-on-Demand-Dienstes von Sky, sind bekannt. Wer bereits ein Sky-Abo hat, zahlt 4,90 Euro im Monat, alle anderen müssen 9,90 Euro monatlich berappen. Zum Start können rund 4.000 Filme und Serien als Videostream angesehen werden. Snap soll sich durch HBO-Perlen und das Disney-Kinderangebot von der Konkurrenz unterscheiden. 

Die Eckdaten zu Snap, des neuen Video-on-Demand-Dienstes von Sky, sind bekannt. Wer bereits ein Sky-Abo hat, zahlt 4,90 Euro im Monat, alle anderen müssen 9,90 Euro monatlich berappen. Zum Start können rund 4.000 Filme und Serien als Videostream angesehen werden, später sollen es einmal 10.000 sein. Snap soll sich durch HBO-Perlen und das Disney-Kinderangebot von der Konkurrenz unterscheiden. 

"Auf keinen Fall das Geschäftsmodell zerstören"

Die Inhalte sind nicht ganz neu, schließlich sollen sie das Sky-Abo nicht überflüssig machen: "Auf gar keinen Fall werden wir ein Geschäftsmodell zerstören, das wir jetzt sechs Jahre lang repariert haben und das 20 Jahre lang nicht funktioniert hat", sagte der Sky-Vorstandsvorsitzende Brian Sullivan der "SZ" (Donnerstagsausgabe). Sky-Kunden können über den Dienst Sky Go schon länger das Programm etwa auf ihrem Rechner oder dem iPad ansehen - für sie soll die Snap-Filmliste ein Zusatzangebot sein. Und eine Werbemaßnahme für alle potentiellen Abonnenten.

Im Snap-Archiv lagern zum Beispiel die Serien "Sopranos", "True Blood" oder "Boardwalk Empire"; die Verträge mit HBO oder auch mit Disney seien überarbeitet worden, um die Rechte für Snap zu sichern, verrät Sullivan.

"Geschäftsmodelle für Videoportale nicht nachhaltig"

Der Sky-Boss sagt der "SZ" auch, dass man Snap gerne zu einem höheren Preis angeboten hätte. Zehn Euro seien aber eine psychologische Grenze. Mehr als zehn Euro wolle niemand zahlen, für 9,90 Euro aber könne niemand es sich leisten, ganz neue Filme oder Serien auf die Plattform zu stellen, wird Sullivan zitiert. Er ist der Meinung, "dass die momentanen Geschäftsmodelle für Videoportale auf der ganzen Welt nicht nachhaltig sind".

In den USA hat der Internetanbieter Netflix mehr als 20 Mio Abonnenten, Aushängeschild ist die selbst produzierte Serie "House of Cards". Netflix müsse noch zeigen, ob sie profitabel arbeiten können, sagt Sullivan. Das deutsche Netflix zu werden, sei nicht das Ziel von Sky, weil man die Filme und Serien, die man eingekauft hat, nicht so günstig anbieten wolle.

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