Ehastra 2013: Kiosk in Kalamitäten

 

Die Zahl der Presseverkaufsstellen in Deutschland ist binnen eines Jahres um 2,1% auf 115.929 gesunken. Dies ist ein Ergebnis der Einzelhandelsstrukturanalyse (Ehastra) 2013 des Bundesverbands Presse-Grosso.

Die Zahl der Presseverkaufsstellen in Deutschland ist binnen eines Jahres um 2,1% auf 115.929 gesunken. Dies ist ein Ergebnis der Einzelhandelsstrukturanalyse (Ehastra) 2013 des Bundesverbands Presse-Grosso. Die Zahlen beruhen auf einer Vollerhebung des deutschen Zeitungs- und Zeitschrifteneinzelhandels zur Kalenderwoche 39/2013.

Aufgegeben haben laut Ehastra vor allem Händler, die sowohl Zeitungen als auch Zeitschriften im Sortiment anbieten. Die Zahl dieser sogenannten ZZ-Kunden sank um 3.088 auf 93.725. Gestiegen ist hingegen die Anzahl der "reinen Zeitungskunden", und zwar um 631 auf 21.603. Im Hinblick auf die Geschäftsarten wuchs die Zahl der Drogeriemärkte (+199 Outlets) und großen Supermärkte (+99) mit Pressesortiment, während Presse-Fachgeschäfte einen überdurchschnittlich hohen Rückgang gegenüber 2012 verzeichneten (-368 Verkaufsstellen bzw. -2,7%).

"Die Veränderungen des Medienkonsums wirken sich auch auf den Pressehandel aus", schreibt  der Sprecher des Arbeitskreises Ehastra, Claudius Rafflenbeul-Schaub, in einer Pressemitteilung. Nach wie vor gebe es jedoch in Deutschland ein "einmalig dichtes Verkaufsstellennetz, trotz weiterer Schließungen von Kiosken und dem Rückgang der Verkaufsstellenzahl".

Einige positive Entwicklungen hat die Ehastra laut Grosso-Verband auch ergeben: So hätten die Presseverkaufsstellen 2013 etwa ihre Präsentationsqualität dank einer erhöhten durchschnittlichen Präsentationsfläche und qualitativ besseren Regalsystemen erneut verbessert.

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