Neues "Anstalt"-Team legt sich mit dem ZDF-Kollegen an: "Ich finde, Markus Lanz sollte sich entschuldigen"

 

Am 4. Februar läuft die erste Folge der Satiresendung "Die Anstalt" mit neuem Personal. Bei einem Pressetermin frotzelte Max Uthoff schon mal forsch. Auf die Erfolgsaussichten der Sendung angesprochen, sagte der Kabarettist: "Wir verlassen uns nicht ganz aufs Fernsehen. Man sieht ja an Markus Lanz, wie schnell so etwas zu Ende gehen kann." Damit spielte er auf die Wellen der Absetzungs-Petition im Netz an. 

Am 4. Februar läuft die erste Folge der Satiresendung "Die Anstalt" mit neuem Personal. Bei einem Pressetermin frotzelte Max Uthoff schon mal forsch gegen den ZDF-Kollegen Markus Lanz. Auf die Erfolgsaussichten der Sendung angesprochen, sagte der Kabarettist: "Wir verlassen uns nicht ganz aufs Fernsehen. Man sieht ja an Markus Lanz, wie schnell so etwas zu Ende gehen kann." Damit spielte er auf die Wellen der Absetzungs-Petition im Netz an. 

Dort schäumt die Kritik an der - vorsichtig formuliert - etwas unhöflichen Gesprächsführung im "Markus Lanz"-Talk mit der Die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht und der unbeholfenen Reaktion der ZDF-Zuschauerredaktion hoch.

Medien-Kritik künftig auch in der Anstalt?

Max Uthoff, der künftig zusammen mit Claus von Wagner als Urban-Priol-Markus-Barwasser-Nachfolger durch die "Anstalt" führen soll, machte kein Hehl daraus, dass er von der Talk-Sendung empört war - und medienkritische Themen wie diese ohne Beißhemmung auch ins neue Satireformat nehmen würde. "Als Gebührenzahler würde ich mich freuen, wenn sich Markus Lanz entschuldigt", sagte Uthoff.

"Hausbesetzung" im verwaisten Münchner Satire-Studio

Ihre neuen Rollen in der "Anstalt" müssen die beiden in der Münchner Szene verwurzelten Kabarettisten noch finden. Sie sprachen von einer Art "Hausbesetzung", die sie in der zuletzt verwaisten Anstalt vornehmen wollen, nachdem sich ihre Vorgänger von dem Erfolgsformat abgewandt haben. "Es gibt keine Irrenanstalt mehr", sagt Uthoff zum neuen Setting. Allerdings wird das Studio mit den entsprechenden Aufbauten - inklusive Anstalts-Fahrstuhl zunächst einmal weiterverwendet, aber offenbar umgewidmet. "Den Ort gibt es weiter", so Uthoff. "Aber wir sind keine Ärzte mehr."

Künftig wollen die beiden Neulinge weniger Soli spielen und die Gäste der Sendung stärker einbinden. "Mir gefällt der Team-Gedanke gut", sagt Claus von Wagner. "Es gibt es ja eher selten, dass Kabarettisten zusammen etwas spielen." Daher wollen beide zunächst einmal ihre eingespielten Bühnen-Figuren mit in die "Anstalt" nehmen. Gäste wie Simone Solga, Nico Semsrott und Matthias Egersdörfer in der Auftaktsendung sollen so weit wie möglich in Ensemble-Nummern eingebunden werden. "Unsere Gäste müssen jetzt viel mehr Text lernen", sagt Uthoff dazu. 

"Betreutes Kabarett - auf goldenen Krücken"

Generell wolle man sich nicht nur vom Tagesgeschehen verrückt machen lassen, sondern sich auch von Fall zu Fall den Luxus gönnen, wichtige Themen in der "Anstalt" deutlich zu vertiefen. "Unser Interesse entscheidet und nicht die Querschau durch die Abendnachrichten", so Uthoff. Inwieweit das neue Konzept trägt und sich auch prominente Besucher einbinden und zu einem Stück unterordnen lassen, muss sich weisen. Vom alten "Anstalts"-Gedanken wollen die beiden Neuen nur ein Bild erhalten. "Dieses Format ist betreutes Kabarett - aber auf goldenen Krücken", sagt Uthoff.

"Markenkern - politisches Kabarett - nicht vernachlässigen"

Etwas staatstragender formulierte Stephan Denzer, der für "Die Anstalt" verantwortliche ZDF-Redakteur, der auch "Pelzig hält sich" und die "heute-show" betreut, den neuen Kurs. "Wir haben uns vorgenommen, ein bisschen etwas neu zu machen in der Sendung - ohne den Formatkern, das politische Kabarett, zu vernachlässigen."

Spätestens nach ihrem Dienstags-Debüt werden sich auch Max Uthoff und Claus von Wagner auf ein wenig mehr Kritik und Online-Aufregung gefasst machen müssen.

Ihre Kommentare
Kopf

Christian Maeles

26.01.2014
!

Der Ausschnitt aus der Sendung mit Wagenknecht erinnerte mich ganz stark an die unverschämte Art, mit der ein roland freisler "Angeklagten" übers Maul fuhr.
Wetten dass hat mit der lanz keinen Glanz. Dieser adenauer Propagandasender könnte auch verschwinden. Wer würde das vermissen? Bedeutungslos ist er ja schon jetzt.
Ich nöchte euch alle ermuntern, an der Onlinepetition teilzunehmen.


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