"aspekte"-Frontfrau Katty Salié im kress-Gespräch: "15 Minuten mehr für Kultur - das ist nicht selbstverständlich"

 

Mit neuem Schwung ins neue Jahr: Ab der Sendung vom 7. Februar bekommt der ZDF-Klassiker "aspekte" mehr Sendezeit, mit Jo Schück einen dritten Moderator und Publikum ins Studio. "Mehr Sendezeit zu bekommen ist nie schlecht", sagt "aspekte"-Frontfrau Katty Salié im kress-Gespräch. "Und 15 Minuten mehr für die Kultur - das ist nun wirklich nicht selbstverständlich im deutschen Fernsehen."

Mit neuem Schwung ins neue Jahr: Ab der Sendung vom 7. Februar bekommt der ZDF-Klassiker "aspekte" mehr Sendezeit, mit Jo Schück einen dritten Moderator und Publikum ins Studio (kress.de berichtete). "Mehr Sendezeit zu bekommen ist nie schlecht", sagt "aspekte"-Frontfrau Katty Salié im kress-Gespräch. "Und 15 Minuten mehr für die Kultur - das ist nun wirklich nicht selbstverständlich im deutschen Fernsehen."

"Vorher war der Moderator oft im Aufsagermodus"

Für das Moderatoren-Team, zu dem als Dritter Tobias Schlegl zählt, wird sich der komplette Sendungsaufbau ändern. Künftig führt jeweils ein Zweier-Team durch die Sendung, die dann kein klassisches Magazinformat mehr sein wird. "Vorher war der Moderator oft im Aufsagermodus", so Katty Salié gegenüber kress. Nun sollen und dürfen sich Gespräche mit Künstlern entwickeln, die in die Sendung eingeladen werden. 

"Insgesamt wird 'aspekte' viel stärker mit Leben gefüllt", sagte sie. Weiterhin werden aber auch Magazin-Beiträge über Kunstevents, Ausstellungen oder Konzerte das Rückgrat der Sendung bilden, nur dass diese künftig im Gespräch vertieft werden - und das nicht nur mit Gästen aus der Szene. "Wir können auch mit dem Publikum in den Dialog treten", so Katty Salié. Aufgezeichnet wird ab sofort vor Studiopublikum. 

Meinungsfreudiger, Bands, aber noch keine Late-Night

"Wir werden meinungsfreudiger werden", gibt sie als neue Devise aus. Dabei soll auch weiterhin die Aktualität gewahrt werden - allerdings angeblich ohne die Versuchung, aus dem Magazin eine Art Hochkultur-Harald-Schmidt-Alternative zu machen. "Wir werden keine Late Night, nur weil die Sendung spät läuft", schmunzelt die Moderatorin.

Scheuklappen kennt die Redaktion, für die an oberster Stelle ZDF-Kulturchef Peter Arens zuständig ist, weiterhin keine. "Für uns können Hochkultur und Pop miteinander existieren", sagt Katty Salié zum kress. In der ersten Sendung am 7. Februar (freitags um 23:00 Uhr) ist die UK-Band Maximo Park zu Gast, in der zweiten Ausgabe singt dagegen die Schauspielerin Dagmar Manzel, künftige BR-"Tatort"-Kommissarin in Franken, Lieder von Friedrich Hollaender.

Mehr lebendige Gespräche - auch mit dem Studiopublikum

Der neue Stil bringt für das Moderatoren-Trio, zu dem aktuell Jo Schück ("Log in") von ZDFkultur dazustößt, ein ganz anders Arbeiten und neue Vorbereitungspflichten mit sich. "Es wird in jedem Fall anstrengender", sagt Salié. Klagen will sie aber natürlich nicht. "Ich freue mich, mich von unseren neuen Möglichkeiten mitreißen zu lassen." 

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