Besondere Ehrung für "Tatort": Stefan Raab & Tele-5-Chef Blasberg für Grimme-Preis nominiert

 

Die Liste der Grimme-Preis-Nominierten ist raus. Auf eine Spezial-Auszeichnung dürfen in diesem Jahr Stefan Raab (für seinen Beitrag im "Kanzlerduell 2013") und Tele 5-Senderchef Kai Blasberg (wegen seiner seiner "mutigen und originellen Programmgestaltung") hoffen.

Die Liste der Grimme-Preis-Nominierten ist raus. Auf eine Spezial-Auszeichnung dürfen in diesem Jahr Stefan Raab (für seinen Beitrag im "Kanzlerduell 2013") und Tele 5-Senderchef Kai Blasberg (wegen seiner seiner "mutigen und originellen Programmgestaltung") hoffen. Auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf hat das Grimme-Institut die 62 Produktionen bekanntgegebenen, die sich in der Endauswahl für eine Auszeichnung am 4. April befinden. Die Besondere Ehrung des Stifters, dem Deutschen Volkshochschul-Verband, geht an das Format "Tatort".

"In der Summe ist die 'Tatort'-Reihe zum letzten Fernseh-Lagerfeuer geworden, das generationsübergreifend mit hohen Einzelqualitäten die Zuschauer mehr als nur in den Bann schlägt. Ein wichtiges Gut Kulturgeschichte", so Ulrich Aengenvoort, Direktor des Deutschen Volkshochschulverbandes.

In der Rubrik "Unterhaltung" sind "Circus HalliGalli" (ProSieben), "Danni Lowinski" (4. Staffel, Sat.1) oder auch "Frühstücksfernsehen mit Olli Dittrich" (WDR) für den Grimme-Preis vorgeschlagen. Gerd Hallenberger, Vorsitzender der Nominierungskommission "Unterhaltung":  "Interessant war es, zu sehen, was sich in den kleinen und eher randständigen Privatsendern tut." So sei auch die Nominierung von Kai Blasberg zu verstehen.

ZDF-Mehrteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" ist nominiert

Nominiert für den 50. Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" sind die drei Serien & Mehrteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF), "Verbrechen" (ZDF) und "Weissensee, 2. Staffel" (MDR/ARD) sowie unter anderem die Guttenberg-Satire "Der Minister" (Sat.1), "Und alle haben geschwiegen" (ZDF) sowie "Die Frau von früher" (ZDF/Arte/3sat) nominiert. "Sat.1 hat bei 'Der Minister' Mut bewiesen, sich auch der Polit–Satire zu bedienen", sagt Volker Bergmeister, Vorsitzender der Nominierungskommission "Fiktion".

In der Kategorie "Information/Kultur" überzeugten neben anderen "6 Millionen und Einer" (ZDF/Arte), "Atomic Africa" (WDR) und "The Voice of Peace" (NDR) für eine Auszeichnung vorgeschlagen. Thomas Gehringer, Kommissionsvorsitzender, sieht in der ebenfalls nominierten Produktion "Geheimer Krieg" (NDR/SR) einen Gegenbeispiel zu einem gegenwärtigen journalistischen Trend: "Es ist ein schönes Gegenbeispiel für Produktionen, in denen sich Reporter zunehmend selbst inszenieren." Es sei aber nach wie vor schwer, in der Masse gute Produktionen zu finden.
 
Das Fazit von Grimme-Direktor Uwe Kammann zum Fernsehjahrgang 2013: "Das Setzen auf Bewährtes, aber auch mehr Komödiantisches bei der Fiktion sowie ein deutlicher Schwerpunkt bei aktuellen politischen Themen im Informations- und Dokumentarbereich." Insgesamt lasse sich ein gutes Niveau bescheinigen, doch bleibe der Wunsch nach mehr Freiräumen und Experimenten, so Kammann.

Hier gibt's alle Nominierten in der Übersicht

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