Günther Kress wird 85 und erinnert sich: "Henri Nannen war stinksauer"

 

Günther Kress, Gründer und langjähriger Chefredakteur des Mediendienstes kressreport, feiert am 6. Februar seinen 85. Geburtstag. Im Interview verrät der Jubilar, wie er Henri Nannen gegen sich aufbrachte und was er vom Medienjournalismus der Gegenwart hält.

Günther Kress, Gründer und langjähriger Chefredakteur des Mediendienstes kressreport, feiert am 6. Februar seinen 85. Geburtstag. Auf die Frage, welche Persönlichkeit ihn stets am meisten fasziniert hat, kommt die Antwort geschossen schnell: "Für Henri Nannen."

Die beiden Männer verband eine ungewöhnlich enge Arbeitsbeziehung. Auf der einen Seite der imposante Chefredakteur des "stern", auf der anderen der höflich, aber unerbittlich fragende Medienjournalist. Noch heute gibt sich Günther Kress bescheiden: "Ich hatte keine Macht." Nur, weil er kritisch berichtet habe, sei nie jemand entlassen worden, sagt Kress. Für einige dürfte es nach den klug-spitzzüngigen Einschätzungen im kressreport jedoch schwieriger geworden sein, die Karriereleiter bei Burda, Springer, Gruner + Jahr oder Bauer zu erklimmen.

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Geboren wird Günther Kress am 6. Februar 1929 in Stuttgart. 1954 lernt er den ehemaligen "Spiegel"-Korrespondenten Waldemar Schweitzer kennen und übernimmt Anfang der 1960er-Jahre das Ruder bei dessen Informationsdienst "Aus unseren Kreisen", der über Neuigkeiten aus der Zeitschriftenbranche berichtete. 1966 macht sich Kress selbstständig, am 30. Juni erscheint die erste Ausgabe seines auf gelbes Papier gedruckten und alle zwei Wochen erscheinenden kressreport. Ende 1995 verkauft Kress seinen Mediendienst an Thomas Wengenroth und Peter Turi, bleibt dem Unternehmen aber bis zur Übernahme durch die Haymarket Media GmbH 2008 als Herausgeber verbunden.

Wie der "Dienstmann" rund 30 Jahre lang die Berichterstattung über Verlage, Zeitungen, Zeitschriften und deren Macher prägte, lesen Abonnenten exklusiv in der aktuellen Ausgabe des kressreport, die am 6. Februar erscheint. Hier geht's zum Abo.

Ihre Kommentare
Kopf

Robert Leicht

05.02.2014
!

Na, denn mal einen heftigen Salut und herzliche sowie dankbare Glückwünsche auf den Dienstmann!
Ihr
Robert Leicht


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