Fox-Serie "Ray Donovan" im kress-Check: Ein "Tatortreiniger" für die Hollywood-Schickeria

 

Kann man jemanden vertrauen, der Knochen bricht, hart zuschlägt, würgt, schweigt - und keine Spuren hinterlässt? Ray Donovan, Titelheld der taffen US-Erfolgsserie, die Fox nun in Erstausstrahlung zeigt, ist ein "Fixer" - eine US-Antwort auf Bjarne Mädels "Tatortreiniger", nur weniger trottelig, gnadenlos effizient und käuflich. "Ich kann das alles aus der Welt schaffen - als wäre es nie passiert", lautet sein Geschäftsprinzip.

Kann man jemanden vertrauen, der Knochen bricht, hart zuschlägt, würgt, schweigt - und keine Spuren hinterlässt? Ray Donovan, Titelheld der taffen US-Erfolgsserie, die Fox nun in Erstausstrahlung zeigt, ist ein "Fixer" - eine US-Antwort auf Bjarne Mädels "Tatortreiniger", nur weniger trottelig, gnadenlos effizient und käuflich. "Ich kann das alles aus der Welt schaffen - als wäre es nie passiert", lautet sein Geschäftsprinzip.

Es soll sie ja noch geben, die Mädchen, mit denen man Ponys stehlen kann. Genauso burschikos und unbeschwert, wie sie Pferde verschwinden lassen, geht auch der Hollywood-Aufräumer zu Werk: Donovan (Liev Schreiber, bekannt und gefürchtet seit der "Scream"-Trilogie) ist der Typ, mit dem man gemeinsam eine Leiche entsorgen könnte. Zuschauen möchte man ihm dabei aber dann lieber doch nicht. Als "schmutzig" beschreibt er selbst ziemlich nüchtern seinen gut bezahlten Profi-Job.

Vom lukrativen Geschäft mit der Schmutz-Beseitigung

Der Familienvater mit der Brutalinski-Aura kann mit seinen eleganten Anzügen nur schwer kaschieren, was für ein schmieriger Typ er in Wirklichkeit ist. Zuallererst ist der "Fixer" ein guter Geschäftsmann: Er hat sich darauf spezialisiert, gegen Vorkasse die Spuren von Exzessen, Ausschweifungen und blutigen Verfehlungen der Hollywood-Elite verschwinden zu lassen. Ein schmutziges Geschäft - und auch ein gefährliches. 

Seine eigenen Schlüsse zu ziehen, darf sich Donovan nicht erlauben. "Ich bin nicht dazu da, ein Urteil zu fällen", sagt er seinen Auftraggebern mitten ins Gesicht. Von ihrer Panik kann er gut leben. Und doch schützt ihn die Angst der anderen nicht lange. "Es ist wahrscheinlich eine der kompliziertesten Rollen, die ich jemals gespielt habe", sagte Liev Schreiber über seine Rüpel-Rolle. "Was braucht es, um ein Mann zu sein - diese Frage muss er für sich beantworten."

Im Kern ist die deftige, zupackende US-Überfliegerserie nämlich ein Familiendrama: Wen Donovan nämlich mehr fürchtet als seine finstere Kundschaft aus Entertainment, Sport und Wirtschaft, ist sein eigener Vater Mickey (Oscar-Star Jon Voight, "Asphalt Cowboy"). Der wird vorzeitig aus der Haft entlassen und sinnt auf Rache. Immerhin hatte ihn sein Sohn selbst einst ans Messer geliefert. Und Mickey ist der noch viel furchterregendere Schuft von beiden. 

Gallenbitterer Nachschlag zur vierten "The Walking Dead"-Staffel

Der Pay-Sender Fox zeigt die Serie ab Montag, 10. Februar, um 21.45 Uhr auf einem denkbar prominenten Sendeplatz - direkt im Anschluss an die heiß erwarteten neuen Folgen des Zombie-Feierabends mit neuen "The Walking Dead"-Folgen (vierte Staffel, um 21:00 Uhr).

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