Gegen Beleidigungen im Netz: Presserat will Regeln für Leserkommentare aufstellen

 

Den Deutschen Presserat beschäftigen derzeit Leserkommentare im Internet. Künftig soll es Regeln für deren Handhabung geben. Kommentare unter Online-Artikeln sollen wie Leserbriefe behandelt werden, das sagte die Sprecherin des Presserats, Ursula Ernst, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Den Deutschen Presserat beschäftigen derzeit Leserkommentare im Internet. Künftig soll es Regeln für deren Handhabung geben. Kommentare unter Online-Artikeln sollen wie Leserbriefe behandelt werden, das sagte die Sprecherin des Presserats, Ursula Ernst, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Beleidigungen und Schmähungen sollten entweder vorab oder zumindest zeitnah nachträglich gelöscht werden." Eine Arbeitsgruppe des Presserats sitzt nun zusammen und entwickelt entsprechende Änderungen des Regelwerks.

Die Selbstkontrolle der Zeitungen und Zeitschriften stellt am Mittwoch, 19. Februar, ihre Jahresbilanz vor. Dabei geht es um Beschwerden über journalistisch-redaktionelle Beiträge aus dem Jahr 2013. Mittlerweile beziehen sich laut Ursula Ernst 60% der Eingaben auf Online-Texte. Erfreulich sei, dass immer mehr Medien, die ausschließlich im Netz publizieren, auch Mitglied im Presserat werden wollten.

Im vergangenen Jahr habe es vor allem Beanstandungen wegen der journalistischen Sorgfaltspflicht gegeben. Schutz der Ehre und religiöse Gefühle standen laut dpa bei der Berichterstattung über die Papstwahl im Mittelpunkt.

Leser können beim Presserat per Post oder Mail einzelne Artikel beanstanden. Auf Grundlage des Pressekodex entscheidet das Gremium dann, ob die Beschwerde begründet ist. Treffen die Vorwürfe zu, kann der Rat Rügen und Missbilligungen gegen einzelne Medien aussprechen (u.a. kress.de vom 6. Dezember 2013).

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