Gesellschaftervertrag gekündigt: Sender suchen neue Form für Deutschen Fernsehpreis

22.02.2014
 

Anfang Oktober wird im Coloneum in Köln noch einmal der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Bereits zum 16 Mal. Danach wird es die Veranstaltung in der bisherigen Form nicht mehr geben. "Zur Wahrung der satzungsgemäßen Fristen" ist der Gesellschaftervertrag der Deutschen Fernsehpreis GmbH, die den derzeitigen Deutschen Fernsehpreis trägt, von allen Gesellschaftern gekündigt worden.

Anfang Oktober wird im Coloneum in Köln noch einmal der Deutsche Fernsehpreis verliehen - unter der Federführung des WDR. Danach wird es die Veranstaltung in der bisherigen Form nicht mehr geben. "Zur Wahrung der satzungsgemäßen Fristen" ist der Gesellschaftervertrag der Deutschen Fernsehpreis GmbH, die den derzeitigen Deutschen Fernsehpreis trägt, von allen Gesellschaftern gekündigt worden. Nach der 16. Verleihung endet der vierte Turnus des Deutschen Fernsehpreises zum 31. Dezember 2014.

Die Stifter des Deutschen Fernsehpreises - Thomas Bellut, Intendant des ZDF, Tom Buhrow, Intendant des WDR, Frank Hoffmann, Geschäftsführer Programm von RTL TelevisionNicolas PaalzowSat.1-Geschäftsführer - teilten am Samstag mit, dass man sich einig sei, dass es weiterhin eine Form geben soll, in der hervorragende Leistungen für das Fernsehen gewürdigt werden könnten. Wie dies in Zukunft erfolgen könne, werde Gegenstand gemeinsamer Beratungen sein.

Bis zum Herbst werden Alternativen geprüft und entwickelt 

Die Stifter wollen die Zeit bis zur kommenden Preisverleihung im Oktober nutzen, um Alternativen zum bisherigen Konzept des Deutschen Fernsehpreises zu entwickeln und zu prüfen. Im Falle einer Fortsetzung werde eine Beibehaltung des Standortes Köln angestrebt.

Buhrow: "Großes Interesse bei ARD und WDR den Fernsehpreis mit den vier Gesellschaftern fortzusetzen"

Tom Buhrow unterstrich am Samstag in einer Stellungnnahme, dass es bei ARD und WDR als Federführer, großes Interesse gebe, den Fernsehpreis mit den vier Gesellschaftern fortzuführen. "Der Deutsche Fernsehpreis in Köln steht also keinesfalls vor dem 'Aus'."

Hintergrund: "Wir haben es geschafft, einen Preis zu vergeben, den weder die Branche noch das Publikum will", wird einer der Beteiligten von "FAZ"-Autor Michael Hanfeld am Samstag zitiert. Bei den Sendern sei spätestens nach der jüngsten Verleihung, die von Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn moderiert wurde, klar geworden, dass sie eine riesengroße Lachnummer veranstalteten. "Peinlich für alle Beteiligten, peinlich als Darstellung des deutschen Fernsehens insgesamt", so Hanfeld.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.