Im ersten Jahr nach dem MBO schon schwarze Zahlen: Impulse Medien macht 228.000 Euro Gewinn

 

Sein Gefühl hat ihn nicht im Stich gelassen: Nikolaus Förster (Foto), 45, Chefredakteur von "Impulse" und geschäftsführender Gesellschafter der Impulse Medien GmbH, hat im ersten Jahr mit seinem Verlag einen Gewinn von etwa 228.000 Euro und einen Umsatz von 5,17 Mio Euro erwirtschaftet.

Sein Gefühl hat ihn nicht im Stich gelassen: Nikolaus Förster (Foto), 45, Chefredakteur von "Impulse" und geschäftsführender Gesellschafter der Impulse Medien GmbH, hat 2013 mit seinem Verlag einen Gewinn von etwa 228.000 Euro und einen Umsatz von 5,17 Mio Euro erwirtschaftet. Damit schreibt das Start-up ein Jahr nach dem Management Buy-out schwarze Zahlen. Im Januar 2013 hatte Förster den Wirtschaftstitel "Impulse" von Gruner+Jahr gekauft (kress.de vom 10. Januar 2013).

Umsatzrendite von 2,9%

"Angesichts des turbulenten ersten Jahres und sechsstelliger Gründungskosten ist dies ein äußert gutes Ergebnis", so Förster. Im Vergleich zu 2012, als "Impulse" noch unter G+J-Flagge stand, ist der Gesamtumsatz um etwa 20% geschrumpft, während der Gewinn gesteigert werden konnte. Dies begründete Förster u.a. mit dem Wechsel der Druckerei und der günstigeren Miete der Büroräume. Losgelöst von den Strukturen und (politischen) Vorgaben eines Großkonzerns, könne die Impulse Medien GmbH effizienter und flexibler agieren. Die Umsatzrendite nach Steuern gab Förster mit 2,9% an.

Keine Aboprämien - keine Abobindungen

Die größten Umsätze machten die Vertriebs- und Anzeigenerlöse aus, wobei letztere im Vergleich zu 2012 sanken. Dies begründete Förster vor allem durch die monatelang anhaltende Unsicherheit bzgl. der Wirtschaftsmedien, die durch das Aus der "Financial Times Deutschland" ausgelöst wurde. Außerdem sei das Timing des MBOs ungünstig gewesen: Während über die Zukunft von "Impulse" verhandelt wurde, sei bei den Kunden über die Anzeigenbudgets bereits entschieden worden.

Das erste Jahr sei vor allem geprägt gewesen durch die Veränderungen im Kerngeschäft: Das Vermarktungsmandat ging im Herbst 2013 von G+J EMS zu Inspiring Network, die Digitalvermarktung liegt seit Jahresbeginn bei BusinessAd. Abovertrieb und Kundenkommunikation werden seit Dezember inhouse betrieben, während der Vertrieb im Einzelverkauf von Stella Distribution übernommen wurde. Außerdem wurden sämtliche Aboprämien abgeschafft, es gibt es keine Abo-Bindungen mehr - bei Nichtgefallen kann der Abonnent "Impulse" sofort kündigen. 

"Das waren für uns radikale, unternehmerische riskante Entscheidungen, die aber alle einem Ziel folgten: 'impulse' noch stärker aks Premiumtitel zu positionieren", so Förster. Das Kerngeschäft könne nur gut laufen, wenn man eine Beziehung zum Kunden habe. Försters Anspruch: "Wir müssen so gut sein, dass das Heft gekauft werden will."

Mittlerweile beschäftigt der Verlag etwa 30 Mitarbeiter, die Förster fortan sowohl am Gewinn als auch am Verlust des Unternehmens beteiligen will. Wie er das umsetzen wird, steht im kressreport 03.14, der seit 21. Februar gedruckt und digital erhältlich ist. Hier gehts zur aktuellen Ausgabe

Ihre Kommentare
Kopf

Verlagsmännchen

27.02.2014
!

Glückwunsch an Herrn Förster und sein Team. Ein Lichtblick und eine gute Nachricht für alle, die glaubten, dass Visionen Illusionen sind...

Freue mich auf mehr!


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