KEF-Bericht zeigt erhebliche Kostenunterschiede: Jauch-Talk zweieinhalb mal so teuer wie "Maybrit Illner"

27.02.2014
 

Die KEF hat in ihrem aktuellen 19. Bericht Talksendungen und Nachrichten im Fernsehen sowie Kulturwellen im Hörfunk untersucht. Es zeigen sich dabei erhebliche Kostenunterschiede bei prinzipiell vergleichbaren Sendungen (siehe Grafik). So ist zum Beispiel die Talkshow "Günther Jauch" (ARD) zweieinhalb mal so teuer wie die Gesprächssendung "Maybrit Illner" (ZDF).

Die KEF hat in ihrem aktuellen 19. Bericht Talksendungen und Nachrichten im Fernsehen sowie Kulturwellen im Hörfunk untersucht. Es zeigen sich dabei erhebliche Kostenunterschiede bei prinzipiell vergleichbaren Sendungen (siehe Grafik). So ist zum Beispiel die Talkshow "Günther Jauch" (ARD) zweieinhalb mal so teuer wie die Gesprächssendung "Maybrit Illner" (ZDF). Am geringsten sind die Gesamtkosten je Folge bei der Talksendung von Markus Lanz.

"Erhebliche publizistische Relevanz" bei "Günther Jauch"

Die ARD-Anstalten begründen die großen Unterschiede bei den Minutenkosten im Wesentlichen mit programmlichen Entscheidungen. So werde etwa die Sendung „"Günther Jauch" bewusst möglichst attraktiv gestaltet. Das geschehe im Hinblick auf die erhebliche publizistische Relevanz. Der Gasometer als Location habe zum Beispiel gesondert hergerichtet werden müssen. Zudem sei zu beachten, dass es sich nur um eine 60-minütige Sendung handele und daher die Minutenkosten höher seien als bei einer 75-minütigen Sendung.

Bei "„Hart aber fair" seien die Minutenkosten im ARD-Programm im Vergleich zur Ausstrahlung im Dritten Programm des WDR (bis 2006) gestiegen. Dies sei aber vor allem Folge der Kürzung der Sendung von 90 auf 75 Minuten. Außerdem werde die Sendung inzwischen häufiger in Berlin produziert. Die zusätzlichen Kosten für eine 75-minütige Sendung fielen bei dieser Art von Sendungsformaten kaum ins Gewicht. Aufgrund der hohen Fixkostenanteile verringerten sich die Kosten nur unwesentlich bei einer Kürzung der Folgenlänge. Deshalb solle die Betrachtung auf Basis von Erstsendungen erfolgen.

Die ARD hat laut KEF-Bericht ferner darauf hingewiesen, dass die hohen Minutenkosten bei „Hart aber fair" für 2011 auch auf die anteilige Berücksichtigung der Redaktionsgemeinkosten zurückzuführen sei. Diese habe man für 2012 realitätsnäher gemeldet. Darüber hinaus wird auf Qualitätsmerkmale der Sendung hingewiesen, die die Kosten beeinflussen (Einspielfilme, Zuschauerbeteiligung, Produktion in Köln oder Berlin usw.).

Das ZDF hat zu den Talksendungen keine ergänzende Stellungnahme abgegeben.

KEF: ARD-Anstalten müssen Kostenunterschieden nachgehen

Die KEF sieht die ARD-Anstalten gefordert, "den erheblichen Unterschieden der Kosten der Formate nachzugehen". Bei allen Unterschieden im Detail handele es sich um vergleichbare Sendeformate. Wirtschaftlichkeitspotenziale sollten erschlossen werden.

Ihre Kommentare
Kopf
Karl Jobig

Karl Jobig

PDE Politik für Deutschland in Europa
vorstand & Gründer

27.02.2014
!

Talk-Programme sind die preiswertesten Formate des Fernsehens. Die erheblichen Kostenunterschiede, sind unerklärlich. Grundsätzlich hat sich die Zweigleisigkeit des öffentlich-rechtlichen Systems überholt. Die von mir mit Freunden gegründete PDE Politik für Deutschland in Europa, hat eine Fusion von ARD und ZDF entwickelt. Den FDR Freier Deutscher Rundfunk - ohne Werbung
und Steuer finanziert. Wir stellen kress gern das Konzept zum Abdruck zur Verfügung.


Ralf E. Hansen

Ralf E. Hansen

Medienconsulter
Consulter Medien & Entertainment

27.02.2014
!

lediglich die Minutenpreise ohne näher Details zu nennen, verbietet sich jegliche Kritik. Es ist kein Kunststück, das Jauch den teuersten Minutenpreis hat, er zahlt ja auch sämtliche Kosten (Miete, Team, Technik) selber, während es Talkshows gibt, wo der Sender wünscht, das seine ganze vorhandene Peripherie benutzt wird. Mal wieder Äpfel mit Birnen verwechselt......


Elvira Müller, 48, Hausfrau

27.02.2014
!

@ Karl Jobig: Was ich Sie schon immr mal fragen wollten, und nach diesem Post im Besonderen: Ist das eigentlich Satire, was Sie hier immer verbreiten - oder meinen Sie das ernst?


Karl Jobig

Karl Jobig

PDE Politik für Deutschland in Europa
vorstand & Gründer

28.02.2014
!

Da Sie, Frau Müller, offenbar nur meckern wollen, erwarten Sie von mir auf diesem Niveau bitte keine Antwort.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.