Koa Faschingswitz aus Minga: Boulevardzeitung "tz" spricht jetzt wöchentlich Bairisch

 

Da legst di scho wieder nieder: Nach der großen Resonanz auf die Bairisch-Ausgabe vom vergangenen Freitag führt die Ippen-Boulevardzeitung "tz" aus München ab sofort eine wöchentliche Dialektseite in der Beinahe-Weltsprache mit Herz ein. "Wir machen ein Seite für Bayern, über Bayern und das Ganze natürlich auf Bairisch", sagt Chefredakteur Rudolf Bögel.

Da legst di scho wieder nieder: Nach der großen Resonanz auf die Bairisch-Ausgabe vom vergangenen Freitag (kress berichtete) führt die Ippen-Boulevardzeitung "tz" aus München ab sofort eine wöchentliche Dialektseite in der Beinahe-Weltsprache mit Herz ein. "Wir machen ein Seite für Bayern, über Bayern und das Ganze natürlich auf Bairisch", sagt Chefredakteur Rudolf Bögel.

Am 21. Februar hatte die "tz" eine reguläre Ausgabe komplett auf Bairisch verfasst. Zum internationalen Tag der Muttersprache hieß die Devise: "Heit gibt's uns ganz auf Bairisch". Weg ging das Blatt wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln - durchaus auch zur Verblüffung des Verlags.

Durch die weißblaue Brille geschaut

90 Prozent Zustimmung der "tz"-Leser und eine um zehn Prozent gestiegene Auflage, meldet Rudolf Bögel. "Die Ausgabe wurde uns praktisch aus den Händen gerissen", sagt der stolze Chefredakteur und entdeckte akuten Handlungsbedarf. "Wir sehen, der Bedarf für das Thema Dialekt in einem frischen und zeitgemäßen Gewand ist da." Deswegen nun die neue Bayern-Bairisch-Seite, die es ab 1. März jeweils samstags zu lesen gibt. 

Heißen wird die Themenseite "Dialekt & mehr": Sie dreht sich inhaltlich um Mundartliches, neue Sprachentwicklungen, sucht das bairische Lieblingswort der Leser, stellt den "Bayern der Woche" vor und blickt auf das Weltgeschehen der vergangenen Woche zurück - durch die weißblaue Brille.

Ihre Kommentare
Kopf
Birgitt Jendrosch

Birgitt Jendrosch

Holistische Beratung Birgitt Jendrosch
Personal und Business Coach

03.03.2014
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Und dann machen wir die Grenzen zu.
Durchreisende bekommen "a Semmiknedl" in den Pass (oder auf Wunsch "a Weißwuascht" mit "Siaßa Semf")!


Christian Wimmer

06.03.2014
!

@ Birgitt Jendrosch
Wenn Ihre Anmerkungen ironisch sein sollten, habe ich die Ironie nicht verstanden. Ansonsten finde ich es daneben, den nachahmenswerten Ansatz einer Zeitung, Heimatgefühl und Identität einiger Millionen Menschen aufzugreifen, als dumpfbackig zu diffamieren. Nur weil die tz nun eine Dialektseite hat, darf trotzdem jeder nach Bayern rein. Er sollte aber vielleicht seine hochsprachliche Ignoranz zu Hause lassen.

Ach ja, und übrigens: Es heißt "an Semmiknedl" und "Siaßm Senf".


Elvira Müller, 48, Hausfrau

07.03.2014
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@ Fr. Jendrosch / Hr. Wimmer: Was ist das denn für 'ne abgefahrene Diskussion hier...? Dass die heimatliebenden Bayern schon immer Königswege beschritten haben, wissen wir im Rest der Welt ja... ;-) Andererseits: Wenn die Bairisch-Seite denn hilft, wenigstens den Kollegen von der tz ihre Arbeitsplätze zu erhalten, weil die Leser sie goutieren, dann doch herzlichen Glückwunsch nach München, bitte!


Birgitt Jendrosch

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Holistische Beratung Birgitt Jendrosch
Personal und Business Coach

08.03.2014
!

Ironie birgt die Erwartung, dass die "wahre" Aussage verstanden wird, aber nicht von jedem, sondern nur von denen, die eine ähnliche Überzeugung teilen. Meine Äußerung entstand aus einem wirklichen Erlebnis: Immer wenn ich von München nach Norddeutschland gefahren bin, hat mich ein Nachbar gefragt, ob an der Grenze alles geklappt hat. Den habe ich übrigens nie aufgeklärt.

In der TZ vom 7.3. steht: "Bayern unabhängig? "Mei wär des schee..." Die Kommentare sind lesenswert!


Alexander  von Roon
08.03.2014
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Sehr geehrter Herr Johannes Friedmann,

vielen Dank für die offenen Worte. Die ,,News of the World" gibt es ja aus anderen Gründen auch nicht mehr. Es sind derzeit dieselben grossen Player im Internet aktiv. Die Anzahl der ,,Enten" ist leider auch gestiegen, wie der ,,Youtube-Effekt", wonach Qualität auf der Strecke bleibt. Hoffentlich haben wir es bald nicht nur mit Monopolen oder Oligopolen in der Medienlandschaft zu tun. Ich freue mich über jeden, der noch Journalist werden will.


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