Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit mobiler Angebote: Branchenpreis “Best of Mobile Awards” lässt Gewinner testen

06.03.2014
 
 

Usability und Security spielen für die Akzeptanz mobiler Anwendungen eine entscheidende Rolle. Diese Binsenweisheit gilt sowohl für Endkunden- als auch für B2B-Lösungen - und wird in der Praxis häufig vernachlässigt.

Usability und Security spielen für die Akzeptanz mobiler Anwendungen eine entscheidende Rolle. Diese Binsenweisheit gilt sowohl für Endkunden- als auch für B2B-Lösungen - und wird in der Praxis häufig vernachlässigt. Auf dem Siegertreppchen der Best of Mobile Awards (Einreichungsschluss: 12. März!) gibt es neben den Trophäen daher die individuellen Testergebnisse…

Das Herzklopfen vor der Verleihung der Best of Mobile Awards (#bom14) könnte am 13. Mai noch etwas lauter werden: Wenn im Frankfurter Depot 1899 die Bühnenspots eingeschaltet werden, das "Trophy Girl" ruhig auf ihren ersten Einsatz wartet und die gut 20-köpfige Expertenjury die Einreichungen noch einmal Revue passieren lässt, geht es auch um deren Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit.

Die Beratungen der Juroren werden dieses Jahr mit zwei zusätzlichen Kriterien unterstützt: Einerseits mit einer Art Security-Ampel von mediaTest digital, Spezialisten für Enterprise Mobility Consulting aus Hannover, die auch 2013 die höchstbewerteten Kandidaten einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Andererseits mit einer Bewertung der Nutzerfreundlichkeit durch Testbirds. Die Münchner Crowdtesting-Experten hatten im vergangenen Jahr einen Best of Mobile Award im Bereich B2B abgeräumt. Die Sieger erhalten kostenlos die Ergebnisse, sofern es sich nicht um nicht prüffähige Kampagnen oder geschlossene Systeme handelt. Das Urteil der unabhängigen Fachjury wird so mit zwei objektiven Kriterien untermauert.

Preisvergabe wird auf der Mobile Media Night der M-Days gefeiert

Die im letzten Sommer bekannt gegebene strategische Partnerschaft des Branchenpreises mit den Frankfurter "M-Days" erklärt auch den knappen Zeitraum zwischen den Awards: Die Terminverschiebung der Fachmesse mit Kongress für Mobile Business in den Mai eröffnete die Möglichkeit, beide Veranstaltungen enger zu verzahnen. So geht die Preisübergabe der Best of Mobile Awards dieses Jahr nahtlos in die Mobile Media Night der M-Days über.

"Starkes Sendungsbewusstsein"

So umschreiben die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) die Kommunikationsfreude vieler mobiler Anwendungen. Sie haben jüngst 10.000 der beliebtesten Android-Apps getestet. Eines der Ergebnisse ist, dass 69 % der Testkandidaten sogar völlig unverschlüsselt mit Servern in der ganzen Welt kommunizieren.

„Die Mobile-Angebote vieler deutscher Medienhäuser zeigen ein ähnliches Bild“, resümiert Sebastian Wolters. Der Geschäftsführer von mediaTest digital hat viele Medien-Apps im Testlabor gehabt und drei typische Sicherheitsschwachstellen identifiziert:

  • Nutzer-Profile: Eindeutige Gerätekennungen bzw. personenbezogene Daten werden ungefragt an Trackingdienste und Werbenetzwerke übertragen, meistens aus vielen verschiedenen Verlags-Apps an immer denselben Empfänger, der somit App-übergreifend sehr wertvolle Daten sammelt
  • Unverschlüsselte Zugangsdaten: Benutzernamen, Passwörter und weitere App-Eingaben werden unverschlüsselt übermittelt und bieten somit große Angriffsfläche für Datensammler und -diebe
  • Unfreiwillige Bewegungsprofile: Standortdaten-Daten der Nutzer werden unverschlüsselt übermittelt, was Dritten die Erstellung von Bewegungsprofilen ermöglicht

Die Erfahrungen aus zahlreichen Crowdtesting-Auswertungen von mobilen Medienangeboten durch Testbirds interpretieren das starke Sendungsbewusstsein anders: Ein typisches Ärgernis aus Nutzersicht ist häufig zu viel Inhalt für die kleinen Bildschirme, auch auf der Startseite. Die Übersichtlichkeit wird stark beeinträchtigt, Navigationsbuttons sind aufgrund des vielen Inhalts oft zu klein. Der Versuch, den gesamten Web-Inhalt mobil abzubilden, lässt die Menüs oft zu komplexen, mit einem Finger kaum steuerbaren Übersichten anschwellen; teilweise ergänzt durch technische Probleme, zum Beispiel bei In-App-Käufen.

Einreichungen nur noch bis 12. März

Die Awards würdigen die besten Apps, Websites, Services oder Kampagnen, die es ohne Mobile nicht gegeben hätte. Für die Jury-Beurteilung unter Vorsitz von Heike Scholz ("mobile zeitgeist") stehen nicht Technologie oder Design im Vordergrund, sondern der Mehrwert für Nutzer und der belegte Erfolg. Insgesamt können die Unternehmen, Agenturen, Entwickler und Dienstleister in 16 Kategorien  einreichen. Darunter fallen drei Sonderpreise für das beste studentische Projekt, den "Newcomer of the Year" sowie den von der Jury nominierten "Mobilista of the Year". Die Jury beurteilt Ihre Einreichungen auf Grundlage der schriftlichen Darstellung - Ziele, Konzept, Erfolg - sowie der technischen Umsetzung in einem zweistufigen, geheimen Wahlverfahren. Maximal fünf Beiträge jeder Kategorie werden nominiert und namentlich veröffentlicht.

Für die kostenlose Einreichungskategorie "Students Project" hat die Leipzig School of Media die Patenschaft übernommen. "Mobile Geschäftsmodelle und fundiertes Crossmedia-Wissen spielen in unseren Studiengängen eine stark wachsende Rolle, nicht zuletzt im neuen Master-Studiengang Mobile Marketing", so Michael Geffken, Direktor und Geschäftsführer der LSoM.

Alle Details zu Kategorien, Einreichung und Jury hier oder bei Twitter mit dem Hashtag #bom14.

Ansprechpartner für Sponsoring ist Lutz Nahold, erreichbar in Hamburg unter Tel. 040 69206-406 oder lutz.nahold(at)haymarket.de. 

Autor: Rolli Vogel

 

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