Zusätzliche Erlösquelle für Medienhäuser: infoMantis/Madsack bieten maßgeschneiderte Fußball-Apps

13.03.2014
 

Die Mediengruppe Madsack hat zusammen mit den Software-Spezialisten von infoMantis sechs Apps für sechs Bundesligavereine entwickelt. "Mein Schalke", "Mein VfB", "Mein SVW", "Mein 96", "Mein FCA" und "Heja BVB" basieren auf einem gemeinsamen Template und werden von den Tageszeitungs-Sportredaktionen regionaler Verlage mit Inhalten versorgt.

Die Mediengruppe Madsack hat zusammen mit den Software-Spezialisten von infoMantis sechs Apps für sechs Bundesligavereine entwickelt. "Mein Schalke", "Mein VfB", "Mein SVW", "Mein 96", "Mein FCA" und "Heja BVB" basieren auf einem gemeinsamen Template und werden von den Tageszeitungs-Sportredaktionen regionaler Verlage mit Inhalten versorgt. Bislang sind das die "Augsburger Allgemeine", die "Neue Presse" aus Hannover, der "Weser Kurier" aus Bremen, die "Stuttgarter Nachrichten", die "Ruhr Nachrichten" und die "Recklinghäuser Zeitung".

Verschiedene Abo-Modelle möglich

Unterschiede zeigen sich bei den Apps neben den individuellen Features für die Fan-Communities vor allem auch in den verschiedenen Abo-Modellen der regionalen Anbieter. Für die "Heja BVB"-App lassen sich beispielsweise – falls vorhanden – die Abo-Daten des Medienhauses Lensing ("Ruhr Nachrichten") nutzen. Für Nutzer der "Mein Hannover 96" App (Madsack/"Neue Presse") ist hingegen nach einem kostenlosen Monat ein Jahres-Abo abzuschließen, um weiterhin die Fan-Community und lokale Nachrichten nutzen zu können. Damit liege die Entscheidung über die individuelle Erlösstrategie beim Verlag selbst, ohne dass der einheitliche Aufbau der App geändert werden müsse, heißt es bei den Machern. 

"Für viele Fußballanhänger sind lokale und regionale Medien eine extrem wichtige Informationsquelle – kaum jemand ist näher an den Vereinen als die Medien vor Ort. Mit einer ebenso nützlichen wie unterhaltsamen App können die Medienhäuser diese Rolle stärken und ganz nebenbei eine zusätzliche Erlösquelle aktivieren", so Jörg Rensmann, CEO der infoMantis. 

"Die Apps bieten eine perfekte Mischung aus News und Wissenswertem zum eigenen Verein und den wichtigsten Ligainfos und über den Gamification-Ansatz auch speziell auf die Bedürfnisse der Fans zugeschnittene Funktionen", fasst Martina Lenk, Geschäftsführerin Madsack Online, das Konzept der Apps zusammen. Sobald ein neuer Artikel zum Verein erscheint, ist dieser auch direkt über die Startseite der App verfügbar. Daneben gibt es Infos zu Kader, Verein und Stadion sowie aktuelle Termine und Spielstände aus der ersten und zweiten Bundesliga, dem DFB-Pokal sowie der Champions und Europa League.

Der Gamification-Ansatz

In die Apps integrierte "Fan-Ranglisten" sollen die Anhänger ins Rampenlicht rücken. Durch das Lesen, Bewerten und Kommentieren von Artikeln können Nutzer Punkte sammeln und zeigen, wie viel Fan in ihnen steckt. "Abzeichen und Titel wie ‚Fan des Monats’ verstärken den Anreiz zur Interaktion mit der App und ihren Inhalten", beschreibt Rensmann, CEO der infoMantis GmbH, den Vorteil eines solchen Gamification-Ansatzes. Neben der Option, das Fan-Profil direkt in der App neu anzulegen kann der Nutzer über ein Social Login auch seinen vorhandenen Facebook-Account mit der App verknüpfen.

Die infoMantis GmbH hat das Projekt gemeinsam mit Madsack entwickelt und die technische Infrastruktur bereitgestellt. Die Verwaltung der redaktionellen Inhalte erfolgt auf Basis der infoHub-Software aus Osnabrück: Sie aggregiert in Echtzeit Inhalte des jeweiligen Mediums über die verlagseigene CMS-Schnittstelle und ergänzt diese durch Statistiken aus angebundenen Fußball-Nachrichtendiensten. infoMantis haben zudem einen eigenen Social Server für das Verwalten von Punkten und Fan-Abzeichen realisiert.

"Eigen-Entwicklungen der Verlage denkbar"

"Die Nutzung eines gemeinsamen Frameworks senkt die Initialkosten für die anbietenden Verlage. Ein Modell, das die Nutzung durch weitere vereinsaffine Verlage problemlos und schnell ermöglicht", so Rensmann zu den Vorteilen. Auch eigene Entwicklungen der Verlage seien denkbar. "Das gilt vor allem dann, wenn Verlage bereit sind ihre Digitalisierung von den Contentangeboten noch stärker abzukoppeln."

Ab sofort sind die neuesten Versionen der Apps im Apple AppStore und bei Google Play verfügbar.

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