ARD-Talker sattelt auf Musiker um: Reinhold Beckmann vermisst die "kluge politische Debatte"

 

Zum Singen nimmt Reinhold Beckmann die Brille ab. Der ARD-Talker bastelt an seiner Zweit-Karriere als Musiker. Vor dem "Beckmann"-Aus zum Jahresende beginnt er mit dem Austeilen. "Ich war auch des Bedienens der Quote überdrüssig. Qualität ist wichtiger als Mainstream", sagte er zu "Bunte". "Der Gebührenzähler hat ein Recht auf eine kluge politische Debatte, in der nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."

Zum Singen nimmt Reinhold Beckmann die Brille ab. Der ARD-Talker bastelt an seiner Zweit-Karriere als Musiker. Vor dem "Beckmann"-Aus zum Jahresende beginnt er mit dem Austeilen. "Ich war auch des Bedienens der Quote überdrüssig. Qualität ist wichtiger als Mainstream", sagte er zu "Bunte". Er hält die immer gleichen Gäste für vorhersehbar. "Der Gebührenzähler hat ein Recht auf eine kluge politische Debatte, in der nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."

"Weitere Reagenzgläser köcheln im Fernsehlabor"

Durch seinen freiwilliges Ausscheiden aus dem Quintett der ARD-Talker hatte Beckmann den Programmverantwortlichen selbst eine große Sorge abgenommen - und kam möglicherweise auch gesichtswahrend einer Absetzung zuvor.

Demnächst wird der langjährige Sportjournalist bei der WM in Brasilien zum Einsatz kommen. Angeblich befinden sich auch weitere ARD-Formate für ihn in Vorbereitung. "Bunte" sagte er, dass angeblich in "seinem Fernsehlabor weitere Reagenzgläser" vor sich hinköchelten.  

Ab Oktober geht's mit der Beckmann-Band auf Tour

Beim Umsteigen in die Musik-Karriere geht der 58-Jährige dagegen sehr zielgerichtet vor. Aktuell bringt er die CD "Bei allem sowieso vielleicht" heraus und geht mit ihr auf Tour. Zwischen 10. Oktober und 16. Dezember wollen Beckmann & Band nicht weniger als 38 Konzerte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz spielen. Beckmann selbst beschreibt den Stil als "handgemachte Musik mit poetischen Texten über Leben und Erlebtes, über Macken und Merkwürdigkeiten".

Er singt dabei auf Deutsch und lässt sich von Gitarre Kontrabass, Klavier und Schlagzeug begleiten. "Wenn ich spüre, wie das Publikum auf Musik und Texte reagiert, dann ist das ein großer Spaß", sagte er. "Diese Unmittelbarkeit kann Fernsehen nicht."

Zuletzt wollte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" erfahren haben, dass die ARD zwei neue TV-Formate für Beckmann konzipiert. Zum einen könnte er künftig in einer "journalistischen Sendung mit politischen Themen" zum Einsatz kommen, die offenbar für das Erste vorgesehen ist. Zum anderen plane man eine Late-Night-Show, die Beckmann samstags ins NDR-Programm holen könnte (kress.de berichtete). Ob und in welcher Form beide Ideen auch tatsächlich umgesetzt werden, ist jedoch offen.       

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.