Laut "newsroom.de": Zwei unverbindliche Angebote für "Abendzeitung"

24.04.2014
 

Der Insolvenzverwalter der "Abendzeitung", Axel Bierbach, hat am Mittwochnachmittag auf einer Betriebsversammlung offenbar mitgeteilt, dass es aktuell zwei "indikative Angebote" für die Münchner Tageszeitung gebe. Dies berichtet "newsroom.de". Eines der Angebote soll vorsehen, 30 Mitarbeiter zu behalten.

Der Insolvenzverwalter der "Abendzeitung", Axel Bierbach, hat am Mittwochnachmittag auf einer Betriebsversammlung offenbar mitgeteilt, dass es aktuell zwei "indikative Angebote" für die Münchner Tageszeitung gebe. Dies berichtet "newsroom.de". Eines der Angebote soll vorsehen, 30 Mitarbeiter zu behalten. Beim zweiten soll offenbar kein Mitarbeiter an Bord bleiben, nur die Marke bliebe erhalten. 

Bierbach machte zuvor schon in einem Interview mit der "SZ" deutlich, dass die Rettung der "AZ" ohne Jobverlust nicht möglich sein werde: "Die Abendzeitung wird es nur weitergeben, wenn es einen strategischen Investor gibt. Das wird jedoch, so bitter das ist, noch einmal zwingend einen Abbau von Arbeitsplätzen bedeuten." In dem Interview mit der "Süddeutschen" war auch von Gesprächen mit sieben bis acht Interessenten aus dem süddeutschen Raum die Rede (kress.de berichtete).

Als indikatives Angebot wird ein unverbindliches erstes Angebot bezeichnet, das Bewerber in der Dialogphase eines Vergabeverfahrens abgeben; Angebote vor dem tatsächlichen Angebot also. Bis Anfang Mai sollen laut "newsroom.de" verbindliche Angebote für die "Abendzeitung" vorliegen.

Insolvenzverwalter Bierbach habe vor den Mitarbeitern zudem erklärt, dass er in Verhandlungen mit einem möglichen dritten Interessenten stünde. Die Gespräche hätte sich jedoch durch die Osterferien verzögert. 

Hintergrund: Der Verlag der "AZ" hat am 5. März das Insolvenzverfahren beantragt, weil die Eigentümerfamilie Friedmann nicht länger bereit ist, die hohen Defizite der Zeitung auszugleichen (kress.de berichtete). Zum 28. April erhöht der Verlag den Verkaufspreis der Werktagsausgaben von 60 Cent auf 1 Euro. Am Wochenende wird die "AZ" ebenfalls 40 Cent teurer, sie kostet dann 1,20 Euro.

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