Brückentag als Brücke zu jungen Lesern: "RP" testet am 2. Mai Tabloid-Titel "RP+"

 

Der Verlag der "Rheinischen Post" ("RP") will Brückentage nutzen, um eine Brücke zu jungen Lesern zu bauen. In klaren Worten: Am Freitag, 2. Mai, einem Tag, an die die "RP" selbst nicht erscheint, hat in Düsseldorf "RP+" Premiere, eine 36-seitige Zeitung im Tabloidformat, die speziell für 20- bis 35-Jährige gemacht ist.

Der Verlag der "Rheinischen Post" ("RP") will Brückentage nutzen, um eine Brücke zu jungen Lesern zu bauen. In klaren Worten: Am Freitag, 2. Mai, einem Tag, an die die "RP" selbst nicht erscheint, hat in Düsseldorf "RP+" Premiere, eine 36-seitige Zeitung im Tabloidformat, die speziell für 20- bis 35-Jährige gemacht ist. Sie kostet am Kiosk einen Euro, "RP"-Abonnenten in der Stadt bekommen sie gratis per Bote zugestellt. Gesamtauflage: 63.000 Exemplare. Stößt die neue Zeitung auf ausreichend Gegenliebe unter den Jung-Düsseldorfern, soll sie regelmäßig an Brückentagen erscheinen.

"Wir glauben, dass wir auch mit Printprodukten neue Zielgruppen erreichen können", meint Michael Bröcker, seit Januar 2014 "RP"-Chefredakteur. Er kündigt für "RP+" Nachrichten aus Düsseldorf, Deutschland und der Welt an - und eine Reihe ausgefallener Formate. Dazu gehört etwa ein Kino-Karaoke, bei dem Leser und Redakteure im Fotoautomat in vier Bildern ihre Lieblingsfilme nachstellen. Weiteres Element ist eine interaktive Leser-Reportage: Ein Leser fotografiert eine Szene  in Düsseldorf und schickt damit einen "RP+"-Redakteur via sozialen Netzwerken auf die Suche nach der dazugehörigen Geschichte.

Die "RP" hat einige ihrer Jungtalente mit dem Projekt betraut. Dazu zählen Christian Herrendorf (stv. Leiter der "RP"-Lokalredaktion Düsseldorf), Sebastian Dalkowski (freier Journalist und Blogger) und Anna Radowski (Grafik).

Zur Start trommelt der Verlag mit einer On- und Offline-Kampagne für sein Baby. So nutzen die "RP+"-Macher etwa einen Kiosk in Düsseldorf als "Redaktions- und Aktionszentrale".

Zarte Bande zu "Cicero"

Stephan Marzen, Geschäftsführer der Rheinische Post Verlagsgesellschaft, will "RP+" als Teil einer "RP-Produktoffensive" verstanden wissen und verspricht schon einmal den Start weiterer Produkte. Die Düsseldorfer sind gerade an und für sich in Probierlaune. Das dokumentiert auch eine andere Initiative: Sie haben sich mit "Cicero" (Ringier) verbandelt und planen u.a. ein Kombi-Abo für "RP" und das Politikmagazin sowie eine redaktionelle Zusammenarbeit.

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