Führungswechsel bei der "WirtschaftsWoche": Miriam Meckel löst Roland Tichy ab

08.05.2014
 

An der Spitze der "WirtschaftsWoche" gibt es einen Wechsel: Der langjährige Chefredakteur Roland Tichy, 58, verlässt das Wirtschaftsmagazin und geht als Geschäftsführer zur neugegründeten DvH Ventures.

An der Spitze der "WirtschaftsWoche" gibt es einen Wechsel: Der langjährige Chefredakteur Roland Tichy, 58, verlässt das Wirtschaftsmagazin und geht als Geschäftsführer zur neugegründeten DvH VenturesMiriam Meckel, 46, Publizistin und derzeitige Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, wird "WiWo"-Chefredakteurin. Sie tritt dem Posten am 1. Oktober 2014 an. Tichy soll publizistisch für die Medien der Verlagsgruppe Handelsblatt tätig bleiben.

Verleger Dieter von Holtzbrinck zu den Top-Personalien: "Roland Tichy hat sich in rund zwei Jahrzehnten in leitenden Funktionen innerhalb der Verlagsgruppe Handelsblatt große publizistische Verdienste erworben. Er hat seit 2007 die Marktführerschaft der 'WirtschaftsWoche' weiter ausgebaut. Mit seinen publizistischen Kommentaren zur Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik hat er Debatten angestoßen, welche die Bedeutung marktwirtschaftlichen Handelns immer wieder hervorgehoben haben. Ich danke Roland Tichy, dass er sich bereit erklärt hat, beim Ausbau unserer digitalen Aktivitäten eine führende unternehmerische Rolle zu übernehmen."

"Glücklich und auch ein bisschen Stolz"

Zur Bestellung der neuen Chefredakteurin erklärte der Verleger: "Die Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt und ich sind glücklich und auch ein bisschen stolz, dass wir Miriam Meckel für diese schöne und wichtige, aber auch herausfordernde Aufgabe gewinnen konnten. Frau Meckel bringt wirtschaftliches Wissen und politische Erfahrungen mit, die der 'WirtschaftsWoche' zusätzlichen Nutzen und neue Leserinnen und Leser bringen dürften. Sie ist bestens mit den Erwartungen der kommenden Entscheidergenerationen vertraut und kennt deren Medien-Nutzungsverhalten ebenso wie deren Denk- und Sichtweisen. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Miriam Meckel und darauf, noch viel von ihr lernen zu können."

Prof. Dr. Miriam Meckel ist seit 2005 Professorin für Corporate Communication und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen sowie Beraterin für strategische Kommunikation. Ihre journalistische Laufbahn startete sie 1990 als Moderatorin, Reporterin und Redakteurin für verschiedene Nachrichten- und Magazinformate bei den Sendern WDRVox und RTL. 1999 wurde sie als Professorin für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an die Universität Münster berufen und übernahm die Leitung des Instituts. Im Frühjahr 2001 wurde sie Regierungssprecherin des Landes Nordrhein-Westfalen bei Ministerpräsident Wolfgang Clement, knapp zwei Jahre später wurde sie von Ministerpräsident Peer Steinbrück zur Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien berufen. Die preisgekrönte Publizistin hat zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht sowie viele journalistische Gastbeiträge verfasst, u.a. für das Handelsblatt, die Neue Zürcher Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Spiegel und Bloomberg.com.

"Extrem reizvoll"

Miriam Meckel über ihre neue Aufgabe: "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem Team in Redaktion und Verlag. In dem herausfordernden, aber auch vielversprechenden Marktumfeld der Wirtschaftsmedien ist die 'WirtschaftsWoche' hervorragend positioniert. Aus meiner Sicht gibt es derzeit kaum einen spannenderen Prozess als die Digitalisierung unserer Welt, die für den Journalismus viele neue Möglichkeiten bereithält. Die zu entwickeln, finde ich extrem reizvoll, auch weil mich dieser Schritt zu meinen journalistischen Wurzeln zurückführt."

"Engagierte Grenzgängerin - mit intellektuellem Tiefgang"

Gabor Steingart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt: "Mit Miriam Meckel konnten wir nicht nur eine exzellente Journalistin, sondern auch eine engagierte Grenzgängerin zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für diese Aufgabe gewinnen. Ihre Kreativität und ihr intellektueller Tiefgang bedeuten eine große Bereicherung für die 'WirtschaftsWoche' und die gesamte Verlagsgruppe."

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