Vertriebsplattform im Digital Mobile Business: Zeitungen & Zeitschriften über Google Play Kiosk kaufen

22.05.2014
 

Zwischen all den Meldungen, die den Streit zwischen Verlegern und dem Suchmaschinen-Marktführer nähren, gibt es auch noch solche Mitteilungen: Google hat eine Kiosk-App für deutsche Zeitungen und Zeitschriften eröffnet. Sie läuft auf Android-Smartphones und Flachrechnern. Als Startpartner hat Google u.a.

Zwischen all den Meldungen, die den Streit zwischen Verlegern und dem Suchmaschinen-Marktführer nähren, gibt es auch noch solche Mitteilungen: Google hat eine Kiosk-App für deutsche Zeitungen und Zeitschriften eröffnet. Sie läuft auf Android-Smartphones und Flachrechnern. Als Startpartner hat Google u.a. die Bauer Media Group, den Condè Nast Verlag, den Spiegel Verlag, den Olympia Verlag, die Verlagsgruppe Handelsblatt gewonnen. Als Eröffnungsangebote gibt es kostenlose Ausgaben von Zeitschriften wie "kicker", "Petra" und "Für Sie".

Insgesamt können Nutzer der App Google Play Kiosk auf die Inhalte von 130 deutschsprachigen Publikationen zugreifen, darunter 80 Magazine, 50 Zeitungen sowie Nachrichten-Websites und Blogs. Außerdem bietet der Kiosk Inhalte aus über 1 500 internationalen Quellen.

Google passt dabei die Inhalte an das jeweils verwendete mobile Gerät an: Zeitschriften werden zum Beispiel in einem E-Paper-Format dargestellt. Für Leser auf einem Smartphone wird alternativ eine Textansicht bereitgestellt.

Google gibt den Verlagen die Möglichkeit,  ihre Inhalte als Monats- oder Jahresabonnement respektive Zeitschriften auch als Einzelverkauf den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die App unterstützt aber auch Bezahlschranken für Online-Angebote sowie kostenlose Angebote, die durch Werbung finanziert werden.

Sönke Iwersen, Chefredakteur "Handelsblatt Live", erklärte, der Google Play Kiosk sei für das "Handelsblatt" "ein spannender neuer Weg, unsere Leser mit hochwertigen exklusiven Wirtschaftsnachrichten zu versorgen." Carsten Schüerhoff, Geschäftsleiter Digital Brand Solutions, Bauer Media Group, ordnete Google Play als "eine der größten Vertriebsplattformen im Digital Mobile Business" ein. Mit dem Launch von Google Play Kiosk habe Bauer als größtes deutsches Zeitschriftenhaus die Möglichkeit, seine Zeitschriften einer weiterführenden digitalen Zielgruppe zur Verfügung zu stellen und damit die Reichweite weiter auszubauen.

Wie die Erlöse zwischen den Verlagen und Google aufgeteilt werden - unklar.  Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll der Schlüssel allerdings flexibler als beim Google-Wettbewerber Apple sein, wo die Verlage in der Regel 70% der Einnahmen einstreichen..

In den USA, Großbritannien und Italien gibt es den Google Play Kiosk bereits. Hier ist ein Promo-Video des Angebots.

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