Bis zu 20 Kündigungen: Madsack baut Redaktion der "LVZ" um

 

Die Mediengruppe Madsack baut die Redaktion der "Leipziger Volkszeitung" ("LVZ") grundlegend um und streicht zahlreiche Stellen. Darüber haben Chefredakteur Jan Emendörfer und der Leipziger Geschäftsführer Marc Zeimetz nach kress-Infos die Mitarbeiter der Zeitung am Mittwoch informiert.

Die Mediengruppe Madsack baut die Redaktion der "Leipziger Volkszeitung" ("LVZ") grundlegend um und streicht zahlreiche Stellen. Darüber haben Chefredakteur Jan Emendörfer und der Leipziger Geschäftsführer Marc Zeimetz nach kress-Infos die Mitarbeiter der Zeitung am Mittwoch informiert.

Aus einem im Intranet der Mediengruppe veröffentlichten Schreiben geht hervor, dass die Zahl der Vollzeitstellen in der Redaktion um 36 auf 90 reduziert werden soll. Madsack will nach Möglichkeit den Weg über Altersteilzeitregelungen gehen, doch dafür kommen nur 16 Stellen in Frage. 20 Redakteure müssen hingegen mit einer Kündigung rechnen.

So soll die neue Redaktionsstruktur aussehen: Der Intranet-Mitteilung zufolge ist ein Regio-Desk vorgesehen, der den bisherigen Newsdesk ersetzen soll. An dem neuen Desk sollen laut Mitteilung "alle redaktionellen Inhalte der Fachressorts aus Sachsen und Mitteldeutschland sowie aus Leipzig von einem qualifizierten Team quasi aus einer Hand produziert werden". Auch die Inhalte, die von der neuen Zentralredaktion RND aus Hannover stammen, sollen hier einlaufen.

Außerdem wollen Emendörfer und Zeimetz in Leipzig einen zweiten Newsroom aufbauen, "in dem die Produktion aller Lokalausgaben zentral gelenkt (wird)". Auch im Lokalen wolle man fortan zwischen Reportern und Producern scharf trennen, schreiben sie. Begründung: "Mit dieser Arbeitsteilung zwischen RND, Regio- und Lokaldesk erreichen wir eine höhere Konzentration der einzelnen Mitarbeiter auf ihre Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen im jeweiligen Fachbereich."

Emendörfer und Zeimetz beteuern, sie hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: "Wir denken aber, dass dieser Kurs der richtige ist, um die LVZ in einem immer schwieriger werdenden Markumfeld modern, zukunftsfähig und für ihre Leser attraktiv zu gestalten."

Die drastischen Maßnahmen in Leipzig sind bei Madsack kein Einzelfall. Die Mediengruppe setzt gerade ihr Programm Madsack 2018 in die Tat um. Bestandteile sind die Gründung der Zentralredaktion in Hannover, die in den Mantelredaktionen der Madsack-Zeitungen Stellen kosten wird. Auch in Hannover und Umgebung gab es bereits Einschläge: Dort verlegt die Gruppe die Produktion der sogenannten Heimatzeitungen an den Lokaldesk der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (kress.de vom 12. März 2014).

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