"Es hat Spaß gemacht": Recherche-Leiter David Schraven hört bei Funke auf

26.05.2014
 

David Schraven, Leiter des Ressorts Recherche bei der Funke Mediengruppe, verlässt das Unternehmen. "Zum 1. Juni höre ich [...] auf. Es hat Spaß gemacht. Meinen Beruf als recherchierender Journalist behalte ich", teilte Schraven via Twitter mit. 

David Schraven, Leiter des Ressorts Recherche bei der Funke Mediengruppe, verlässt das Unternehmen. "Zum 1. Juni höre ich [...] auf. Es hat Spaß gemacht. Meinen Beruf als recherchierender Journalist behalte ich", teilte Schraven via Twitter mit. 

Die Funke Mediengruppe bedankt sich bei ihm im Gegenzug für sein Wirken: Schravens investigative Qualitäten hätten der redaktionellen Arbeit und den Produkten von Funke neue und wichtige Impulse gegeben.

Schraven übernam im Juni 2010 den Posten. "WAZ"-Chefredakteur Ulrich Reitz hatte ihn eingestellt. Vor wenigen Wochen wurde erst bekannt, dass auch Reitz die Funke Mediengruppe verlässt (kress.de berichtete). Wer Schraven nachfolgt und was er künftig macht - noch unklar.

Schraven war 1996 Gründungsgeschäftsführer der "taz"-Redaktion Ruhr. Er arbeitete danach als Freier u.a. für "Süddeutsche Zeitung", "Zeit" und "Berliner Morgenpost". Vor seinem Wechsel zur damaligen WAZ-Mediengruppe war er in Axel Springers "Welt"-Gruppe im Wirtschaftsressort und im Ressort NRW tätig. Für seine Berichterstattung in der "Welt" über die PFT-Belastung der Ruhr bekam Schraven 2008 als Drittplatzierter den Wächterpreis der deutschen Tagespresse. Der investigative Journalist gehört auch dem Vorstand des Netzwerks Recherche an.

Zuletzt sorgte Schraven für Wirbel, weil er in sozialen Netzwerken mehrfach kritisiert hatte, dass der freie Journalist Moritz Gathmann nicht nur für "Zeit Online" aus Osteuropa berichtete, sondern auch für "Russland Heute" tätig war.

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