Zwangspause wegen seines EU-Mandat: Martin Sonneborn darf nicht für die "heute-show" arbeiten

 

Das ZDF versucht ernst zu machen mit der geforderten Politik-Ferne - und das nicht nur in den Gremien. Weil Martin Sonneborn, Vorsitzender der Partei Die Partei, ein Mandat für das EU-Parlament erhalten hat, wird er während seiner Tätigkeiten in Brüssel nicht mehr für die Satire-Sendung "heute-show" arbeiten können.

Das ZDF versucht ernst zu machen mit der geforderten Politik-Ferne - und das nicht nur in den Gremien. Weil Martin Sonneborn, Vorsitzender der Partei Die Partei, ein Mandat für das EU-Parlament erhalten hat, wird er während seiner Tätigkeiten in Brüssel nicht mehr für die Satire-Sendung "heute-show" arbeiten können.

Wie die "w&v" zuerst berichtete, hat der Wahlsieg, der durch das geänderte Abstimmungsrecht für Klein- und Kleinstparteien möglich wurde, weitreichende Konsequenzen für den ehemaligen "Titanic"-Chefredakteur. "Das ZDF wird für die Dauer der Tätigkeit von Herrn Sonneborn im Europäischen Parlament nicht mit ihm zusammenarbeiten", zitiert das Fachmedium einen Mainzer Sprecher. 

Zunächst einmal wird Martin Sonneborn am Freitag, 6. Juni, in der "heute-show" offiziell verabschiedet, um sich durchaus satirischen Umtrieben in Brüssel widmen zu können. In vollmundigen Interviews hatte der Frontal-Satiriker bereits angekündigt, dass er die EU "melken" wolle. 

Tritt Martin Sonneborn schon bald vom Parlamentssitz zurück?

Möglicherweise erlaubt ihm diese Strategie auch eine Rückkehrmöglichkeit zur "heute-show": Augenzwinkernd hatte der "Partei"-Vorsitzende angekündigt, dass er bestenfalls bis zu 60 Parteimitglieder rollierend auf den EU-Parlamentssitz hieven wolle - indem er und seine Kollegen laufend zurücktreten werden. Noch unklar ist allerdings, ob das ZDF einen zurückgetretenen Ex-EU-Parlamentarier Sonneborn wieder bei der "heute-show" beschäftigen wird. 

Etwas Zeit für weitere strategische Überlegungen bleibt: Sonneborn wird sein Mandat zum 1. Juli aufnehmen, bis September befindet sich die "heute-show" nach dem 6. Juni in der Sommerpause.

Die schon länger angekündigte Satire-Seite für den "Spiegel", an der der vielbeschäftige Multi-Aktivist mitarbeiten soll, lässt derweil weiter auf sich warten.

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