Jugendsender "Puls" für "BR Klassik": UKW-Wellentausch soll auf 2018 verschoben werden

08.06.2014
 

Der Streit um die geplante Neubelegung der UKW-Frequenzen des Bayerischen Rundfunks tobt seit Wochen. Jetzt gibt es eine überraschende Wendung: Der Hörfunkausschuss des BR-Rundfunkrats hat in seiner jüngsten Sitzung die Empfehlung an den Rundfunkrat abgegeben, den UKW-Wellentausch von BR-Klassik und Puls erst im Jahr 2018 durchzuführen.

Der Streit um die geplante Neubelegung der UKW-Frequenzen des Bayerischen Rundfunks tobt seit Wochen. Jetzt gibt es eine überraschende Wendung: Der Hörfunkausschuss des BR-Rundfunkrats hat in seiner jüngsten Sitzung die Empfehlung an den Rundfunkrat abgegeben, den UKW-Wellentausch von BR-Klassik und Puls erst im Jahr 2018 durchzuführen. Der Beschluss für die Empfehlung sei einstimmig bei einer Enthaltung gefallen. Der Rundfunkrat des BR tagt am 10. Juli. Dann soll der Wellentausch endgültig beschlossen werden.

Bislang war der Plan, dass der Jugendsender "Puls" schon 2016 statt "BR Klassik" über UKW gesendet werden sollte. Dagegen hatte es aber einen Sturm der Entrüstung gegeben.

Die längere Umstellungszeit sei auf Vermittlung von Intendant Ulrich Wilhelm und des Rundfunkratsvorsitzenden Lorenz Wolf zustande gekommen, teilte der BR am Wochenende mit. Damit soll die Basis für einen Konsens mit den privaten Rundfunkanbietern, der BLM und den Vertretern der Klassik, insbesondere dem Bayerischen Musikrat gelegt werden. 

Der BR betonte noch einmal, dass der Wellentausch notwendig sei, um den drohenden Generationenabriss für die Hörfunk-Programme des Senders zu verhindern.

Die BR-Jugendwelle "Puls" wird bislang ausschließlich digital über DAB+ und das Internet verbreitet. Die Kritiker befürchten, ein neues UKW-Massenprogramm des BR werde stark zulasten privater Hörfunksender gehen und die Grundversorgung im Bereich Kultur gefährden. Der Bayerische Musikrat hatte zuvor eine Petition gegen die Abschaffung von "BR Klassik" auf der UKW-Frequenz eingereicht.

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