Für die umstrittene Fußball-WM 2022: ARD und ZDF kaufen Übertragungsrechte

09.06.2014
 

Der Weltfußballverband FIFA hat die Übertragungsrechte für Deutschland an der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an ARD und ZDF vergeben. Mit dem Rechteerwerb sei sichergestellt, dass alle wichtigen Spiele der WM live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden, teilten ARD und ZDF am Montag mit.

Der Weltfußballverband FIFA hat die Übertragungsrechte für Deutschland an der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an ARD und ZDF vergeben. Mit dem Rechteerwerb sei sichergestellt, dass alle wichtigen Spiele der WM live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden, teilten ARD und ZDF am Montag mit. Hierüber hätten sich die FIFA und SportA, die Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, verständigt. Nach derzeitigen Stand findet die WM in acht Jahren in Katar statt, um die Vergabe wird aber noch immer heftig gestritten.

Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien. Ulrich Wilhelm, der seitens der ARD für Sportrechte federführende Intendant des BR, kündigte an: "Wie gewohnt werden ARD und ZDF sowohl von den WM-Spielen als auch über die politische, kulturelle und gesellschaftliche Situation intensiv berichten." ZDF-Intendant Thomas Bellut erklärte: "Nach Brasilien können die Zuschauer in Deutschland auch die nächsten beiden Turniere im frei empfangbaren TV und in der gewohnten hohen Qualität der Berichterstattung erleben." Über die Konditionen des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart.

ARD und ZDF finden sich damit in Gesellschaft zahlreicher weiterer, öffentlich-rechtlicher Sender in Europa, die die WM 2022 bereits erworben haben, u.a. rund 30 Sender in einem Paket der EBU, skandinavische Sender, die BBC und ITV

Sublizensierung scheiterte zuletzt

Die Rechte für die WM 2018 in Russland haben sich ARD und ZDF bereits im März 2012 gesichert (kress.de berichtete). Ob SportA Rechte sublizensieren kann, ist noch unklar. Für die WM in Brasilien, die in wenigen Tagen startet, winkten Sky und RTL ab (kress.de berichtete).

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