Radio auf dem großen Bildschirm: detektor.fm startet App für Smart-TV

13.06.2014
 
 

Das Internetradio detektor.fm aus Leipzig stellt als dritter deutscher Sender eine App für Smart-TV bereit. Sobald die Freigabe der Fernsehhersteller kommt, gibt es die App kostenlos in den Stores. Geschäftsführer Christian Bollert zeigt im "kressreport" die Entwürfe und erläutert, wie detektor.fm schon bald Geld mit dem Angebot verdienen könnte.

Das Internetradio detektor.fm aus Leipzig stellt als dritter deutscher Sender eine App für Smart-TV bereit. Sobald die Freigabe der Fernsehhersteller kommt, gibt es die App kostenlos in den Stores. Geschäftsführer Christian Bollert zeigt im "kressreport" die Entwürfe und erläutert, wie detektor.fm schon bald Geld mit dem Angebot verdienen könnte.

Bollert sieht in den bundesweit mehr als zehn Millionen internetfähigen Fernsehern die künftigen "Multimedia-Zentralen des Wohnzimmers" und sagt: "Wir wollen immer da sein, wo die Nutzer sind. Fish where the fish are." Gleichwohl sieht der 32-Jährige auch ein großes Experiment in der App. Bollert führt die Geschäfte des Senders als Chef des Betreibers Bebe Medien gemeinsam mit Mitgründer Marcus Engert. Erst kürzlich hatten sie Website und mobile Angebote erneuert und auf ein responsives Design umgestellt, das sich der Bildschirmgröße anpasst.

Neugierig geworden? Hier geht's zum kostenlosen Probe-Abo des kress ePapers und des gedruckten Hefts. Sie wollen das Heft mit der detektor.fm-Titelgeschichte kaufen? Dann hier die aktuelle Ausgabe 11.14 bestellen.

Die detektor.fm-App wird auf Geräten von Samsung sowie der Smart TV Alliance (LG, Philips, Toshiba und Panasonic) laufen. Nutzer können das Wortprogramm hören, das täglich unter anderem eine dreistündige Live-Magazinsendung zu den Themen des Tages enthält. Außerdem läuft ein Musik-Stream, den die Redaktion per Hand aus Liedern abseits der Charts zusammenstellt. Zu Bands und auch Beiträgen können Nutzer Zusatzinformationen abrufen.

Einen Schwerpunkt legt Bollert in der Anwendung logischerweise auf Videos: Über eine Anbindung zu YouTube können die Nutzer Filme von Bandbesuchen schauen und sich live ins Studio einschalten, wenn darin Konzerte stattfinden.

Produziert hat die App grafisch und technisch die Leipziger Agentur Artkolchose, koordiniert hat Bastei Media aus Erfurt. Die Sächsische Landesmedienanstalt bezahlte die Neuentwicklung fast komplett mit 95.000 Euro Fördergeld, weshalb künftig auch andere sächsische Anbieter Zugriff auf die Entwicklung bekommen müssen.

Im kressreport 11.14 erläutert Bollert die Multiplattform-Strategie seines Senders. Zu Wort kommen auch Aleksandar Rustemovski von bigFM und Caroline Grazé von Energy, die bereits Radio-Apps auf Smart-TVs haben. Christian Richter von der Agentur Spoiled Milk gibt einen Ausblick auf Internet-Radio im Auto. Das alles erfahren Leser im aktuellen kressreport.

Autor: Jens Twiehaus

 

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.