Über 15.000 Unterstützer: Krautreporter haben es am letzten Tag doch noch geschafft

 

Freitag, der 13., ist für die Krautreporter kein Unglückstag: "Waaaaaaaaaaaaaaaaahnsinn" (mit noch mehr as) schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite und freuen sich damit über ihr erreichtes Ziel: Sie haben es tatsächlich noch geschafft, die Marke von 15.000 Unterstützern zu knacken.

Freitag, der 13., ist für die Krautreporter kein Unglückstag: "Waaaaaaaaaaaaaaaaahnsinn" (mit noch mehr as) schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite und freuen sich damit über ihr erreichtes Ziel: Sie haben es tatsächlich noch geschafft, die Marke von 15.000 Unterstützern zu knacken. Am Mittwoch waren es noch 9.000 Abonnenten (kress.de berichtete).

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) gratuliert den Initiatoren des geplanten Krautreporter-Magazins zu ihrem Erfolg. "Dass dies gelungen ist, belegt das Interesse vieler Menschen an ausführlicher Hintergrundberichterstattung", sagte DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken.

Als "unangebracht" bezeichnete er jedoch die von den Krautreportern aufgestellte Behauptung, dass der Online-Journalismus kaputt sei. Dies werte leider – ob gewollt oder ungewollt – die Arbeit aller Online-Journalisten ab. "Dass der Online-Journalismus, wie er derzeit in Deutschland betrieben wird, an vielerlei Stellen und Ausprägungen zu kritisieren ist, steht außer Frage", sagte Konken. Auch der DJV weise in seinen Medien immer wieder kritisch auf diese Mängel hin.

Dennoch sei es nicht zielführend, aus dieser sehr kurzgefassten Kritik daraus zu schließen, dass der Online- Journalismus kaputt sei. "Das schadet leider der letztlich sehr guten und mit Engagement betriebenen Arbeit der meisten Kolleginnen und Kollegen im Online-Journalismus." Nicht wenige Netz-Journalisten würden gerne anders arbeiten, wenn es denn die Rahmenbedingungen in ihren Redaktionen zuließen. "Nicht zuletzt haben sich viele Kolleginnen und Kollegen aus dem DJV kritisch und konstruktiv mit dem Projekt Krautreporter auseinandergesetzt und dieses sogar mit einer Krautreporter-Mitgliedschaft unterstützt."

Das große Interesse an dem Krautreporter-Magazin müsse eine Diskussion über journalistische Formate im Online-Journalismus zur Folge haben. "Ausführliche und gut recherchierte Hintergrundberichte gibt es bereits in den großen und bekannten Nachrichtenportalen. Davon brauchen wir mehr", sagte Konken.

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