Osnabrücker recken und strecken sich: NOZ Medien kauft "Delmenhorster Kreisblatt"

 

NOZ Medien stößt in die Region Delmenhorst vor: Das Verlagshaus der "Neuen Osnabrücker Zeitung" übernimmt mehrheitlich das "Delmenhorster Kreisblatt" und das Anzeigenblatt "Kreisblatt am Sonntag". Vom 1. Januar 2015 erscheinen sie in der neuen Verlagsgesellschaft DK Medien GmbH & Co. KG, an der NOZ Medien mit 75% beteiligt ist.

NOZ Medien stößt in die Region Delmenhorst vor: Das Verlagshaus der "Neuen Osnabrücker Zeitung" übernimmt mehrheitlich das "Delmenhorster Kreisblatt" und das Anzeigenblatt "Kreisblatt am Sonntag". Vom 1. Januar 2015 erscheinen sie in der neuen Verlagsgesellschaft DK Medien GmbH & Co. KG, an der NOZ Medien mit 75% beteiligt ist. Die Kartellis müssen dem Deal noch zustimmen.

"Für uns ist dies ein weiterer Schritt im Strategiefeld 'Kerngeschäft stärken' und auf dem Weg zum erfolgreichsten regionalen Medienunternehmen Deutschlands", frohlocken die NOZ-Geschäftsführer Laurence Mehl und Christoph Niemöller. Nach der Übernahme des "Delmenhorster Kreisblatts" erreichen die Tageszeitungen von NOZ Medien künftig eine Gesamtauflage von rund 177.000 Exemplaren.

Das "Delmenhorster Kreisblatt" hat eine Auflage von gut 16.600 verkauften Exemplaren und erscheint in der kreisfreien Stadt Delmenhorst und den umliegenden Ortschaften in den Landkreisen Diepholz und Oldenburg. Die Zeitung gehört der Familie Rieck. Sie hält in Zukunft noch 25%.

Frank Dallmann und Dirk Schulte Strathaus, die Herausgeber und Geschäftsführer des "Delmenhorster Kreisblatts", verwiesen in einem Interview mit der eigenen Zeitung auf deren strategisch schwierige Situation: "Uns fehlt es schlichtweg an Größe und dadurch an wirtschaftlicher Kraft, um ohne einen großen Partner an der Seite die Zukunft des Delmenhorster Kreisblattes sicher gestalten und den Wandel in die digitale Welt hinreichend dynamisch vollziehen zu können."

Das "Delmenhorster Kreisblatt" hat in der Zeitungsbranche vor drei Jahren durch ein Experiment von sich reden gemacht: Die kleine Zeitung stoppte damals den Mantelbezug vom "Weser-Kurier" und legte sich wieder einen eigenen Mantel zu (kress.de vom 4. Juli 2011).

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