57 Stellen fallen weg: Madsack schließt Call Center KSC

 

Der Umbau der Mediengruppe Madsack geht weiter - und wieder sind zahlreiche Beschäftigte davon betroffen: Die Gruppe schließt ihren Kunden Service Center (KSC) in Hannover und konzentriert einen Großteil ihrer Kundenbetreuungs-Services bei MZ Dialog in Halle, einer Tochter des Kölner Verlagshauses M. DuMont Schauberg.

Der Umbau der Mediengruppe Madsack geht weiter - und wieder sind zahlreiche Beschäftigte davon betroffen: Die Gruppe schließt ihren Kunden Service Center (KSC) in Hannover und konzentriert einen Großteil ihrer Kundenbetreuungs-Services bei MZ Dialog in Halle, einer Tochter des Kölner Verlagshauses M. DuMont Schauberg. Darüber hat Madsack am Dienstag intern informiert. Nach Angaben des Unternehmens kostet der Schritt 57 Vollzeitstellen.

Zur Begründung heißt es, das KSC könne "im bundesweiten Wettbewerb aufgrund struktureller Gegebenheiten nicht wirtschaftlich betrieben werden": "Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden rückläufigen Abonnentenzahlen konzentriert sich die Kundenbetreuung immer stärker auf zwei Arten von Kundenservicecentern: große Einheiten, die optimal Synergien und Größeneffekte nutzen können, sowie kleine Kundenservicecenter, die ohne teure Verwaltungsstrukturen auskommen." Das KSC als "mittelgroßes Center" werde daher voraussichtlich im vierten Quartal 2014 geschlossen.

Geschäftsführer Christoph Rüth kündigt Gespräche mit den Beschäftigten und den Arbeitnehmervertretungen an, um einen Sozialplan zu verhandeln. Madsack werde auch künftig ein kleines Kundenservice-Team in Potsdam, die Havelcom Telemarketing Service GmbH, selbst betreiben, "um so weiterhin Innovationsfähigkeit und Prozesskenntnis zu sichern".

Das KSC ist bei Madsack schon länger Konfliktgebiet: Die Beschäftigten dort sind seit Herbst 2013 im Streik, um einen Tarifvertrag durchzusetzen (kress.de vom 4. Dezember 2013). Nun macht Madsack das Unternehmen ganz dicht.

Die Verlagsgeschäftführung der Mediengruppe baut den Konzern gerade gemäß des Programms Madsack 2018 umfassend um. Zuletzt war es in Leipzig zu Einschlägen gekommen: In der Redaktion der "Leipziger Volkszeitung" sollen 36. Stellen abgebaut werden (kress.de vom 22. Mai 2014).

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