Heimatkanal startet neues Schlachthof-Format im Herbst: Ottfried Fischer kehrt als TV-Kabarettist zurück

 

Nicht nur Helmut Thoma reaktiviert die alten Helden, Gottfried Zmeck dreht sogar  wieder mit ihnen: Auf dem Pay-Sender Heimatkanal kehrt Ottfried Fischer ("Der Bulle von Tölz", "Ottis Schlachthof") von seinem Ende 2012 vollzogenen TV-Rückzug zurück. Nach einer ersten Pilotfolge, die in der vergangenen Woche gedreht wurde, steht fest: Otti wird ab Herbst in mindestens acht Sendungen als TV-Kabarettist zu sehen sein.

Nicht nur Helmut Thoma reaktiviert die alten Helden, Gottfried Zmeck dreht sogar  wieder mit ihnen: Auf dem Pay-Sender Heimatkanal kehrt Ottfried Fischer ("Der Bulle von Tölz", "Ottis Schlachthof") von seinem Ende 2012 vollzogenen TV-Rückzug zurück. Nach einer ersten Pilotfolge, die in der vergangenen Woche gedreht wurde, steht fest: Otti wird ab Herbst in mindestens acht Sendungen als TV-Kabarettist zu sehen sein.

Wie sich die neue Sendereihe vom BR-Klassiker unterscheiden wird? Offenbar nur in Details. "Wir drehen im Schlachthof, aber nicht den 'Schlachthof'", sagte Gottfried Zmeck zu kress.de. Damit spielt er auf das beliebte Münchner Kleinkunst-Lokal an, in der auch der BR seine Kabarett-Aufzeichnungen drehte. Der Schlachthof war bekanntlich zudem Schauplatz der Franz-Xaver-Bogner-Serie "Zur Freiheit", mit der Ottfried Fischer als Schauspieler seine "Irgendwie und Sowieso"-Popularität festigte. 

Otti Fischer ist Gottfried Zmeck schon allein deswegen verbunden, weil auf dem Heimatkanal der "Bulle von Tölz" in der Wiederholungsschleife weiter ermittelt. Nun drehen beide im historischen Wirtshausraum, nicht wie der BR im großen Schlachthof-Saal. Aufgezeichnet wird live on tape - "vor zahlendem Publikum", so Zmeck. Rund 50 Besucher dürfen der Aufzeichnung beiwohnen. In der Vergangenheit fanden "Ottis Schlachthof"-Tickets in der Stadt meist reißenden Absatz. 

Zmeck sucht noch einen neuen Namen für die Sendereihe

"Das Konzept steht, wird aber noch feingetunt", sagt der Pay-TV-Unternehmer. Derzeit sucht er einen Namen für die neue Otti-Reihe. Am vom BR bekannten Prinzip soll aber wenig geändert werden. Pro Ausgabe wird der urwüchsige Volksunterhalter zwei Gäste aus der Kleinkunstszene empfangen - und auch seine eigene Band "Die Heimatlosen" auftreten lassen. In der Pilotfolge bot Christian "Fonsi" Springer, dem BR-Publikum bestens bekannt, eine Musiknummer dar. 

"Wir lassen ihm seine Freiheit"

Heraus kommen Kabarettsendungen von rund 30 Minuten Länge, die durchaus aktuellen politischen Bezug haben werden - je nach Fischers Spott- und Streitlust. "Er lässt sich auf das Konzept ein", so Zmeck. "Wir lassen ihm seine Freiheit."

Ursprünglich hatte sich Ottfried Fischer mit Verweis auf seine Parkinson-Krankheit aus dem hektischen Fernsehbetrieb verabschiedet. Er tritt allerdings weiter fleißig auf - in der Formation "Otti und die Heimatlosen". Gesundheitliche Bedenken wegen der neuen Zusammenarbeit scheint es also nicht zu geben. "Er hat Freude daran und arbeitet hochkonzentriert", berichtete Zmeck von den Dreharbeiten für die erste Pilotfolge. 

Wird "bodenständig subversiv" das neue Heimatkanal-Motto?

Thematisch sieht er das neue Fischer-Format als perfekte Abrundung fürs Heimatkanal-Programm. "Er hat eine interessante Wahrnehmung des Begriffs 'Heimat'", sagt Gottfried Zmeck über seinen neuen Kabarettpartner von Gewicht. "Er liebt das Spiel mit der Sprache - und er ist bodenständig subversiv". 

Ab den ersten Folgen, die ab September/Oktober zum Einsatz kommen sollen, erhöht der Heimatkanal dann auch die "Bulle von Tölz"-Schlagzahl. Dann laufen die ehemaligen Sat.1-Krimis täglich im Nachmittagsprogramm. Derzeit sind sie am Wochenende zu sehen. 

Neue TNT-Serien-Eigenproduktion wird im Herbst gedreht

Dass Eigenproduktionen mittlerweile zum Gebot der Stunde in der Pay-Branche zählen, weiß natürlich auch der "Add a Friend"-Pay-Pionier Hannes Heyelmann von TNT. Der Turner-Geschäftsführer, dessen erste eigenproduzierte Serie sogar eine Grimme-Preis erhielt, beginnt im Oktober mit neuen Serien-Dreharbeiten.

Das Projekt hatte er bereits im Mai vergangenen Jahres angekündigt. Diesmal ist keine Kammerspiel-Dramedy zu erwarten. "Das wird keine Studioproduktion", sagte er zu kress.de.

Details zu Inhalt und Besetzung der neuen Vorzeigearbeit wollte er sich allerdings noch nicht entlocken lassen. Nur soviel, dass er auch ohne Free-TV-Partner loslegen kann.

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