BDZV zieht Jahresbilanz: Zeitungshäuser "so mutig und innovativ" wie nie zuvor

09.07.2014
 

Die deutschen Zeitungsverleger freuen sich über starke Absätze von Digitalzeitungen etwa für Smartphones und Tablets. Der E-Paper-Verkauf sei im ersten Quartal 2014 um 64% auf 560.000 Exemplare im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geklettert. Allerdings ging die Print-Gesamtauflage in diesem Zeitraum von 22,23 Mio um 3,23% auf 21,51 Mio Exemplare zurück. Dies teilte der BDZV auf seiner Jahrespresskonferenz in Berlin mit.

Die deutschen Zeitungsverleger freuen sich über starke Absätze von Digitalzeitungen etwa für Smartphones und Tablets. Der E-Paper-Verkauf sei im ersten Quartal 2014 um 64% auf 560.000 Exemplare im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geklettert. Allerdings ging die Print-Gesamtauflage in diesem Zeitraum von 22,23 Mio um 3,23% auf 21,51 Mio Exemplare zurück. Dies teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf seiner Jahrespresskonferenz in Berlin mit. 

Der Gesamtumsatz der deutschen Tageszeitungen ging 2013 um 4,4% auf 7,87 Mrd Euro zurück. Dabei fiel bei den Vertriebserlösen nur ein sanftes Minus von 0,4% an, deutlich (um knapp 10%) verringerte sich der Umsatz mit Anzeigen und Beilagen. 

BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff erklärte, dass die Zeitungshäuser "so mutig und innovativ" seien wie nie zuvor und noch stärker als bisher neue digitale Inhalte und auch Dienstleistungen anböten. Dabei gebe es keine Patentrezepte. "Jedes Unternehmen muss für sich herausfinden, was die Kunden wollen und was zur eigenen Marke passt."

Die Erweiterung der unternehmerischen Aktivitäten sei bei den Verlagen gelernt, so Wolff mit Hinweis auf die Beteiligungen bei Radio und TV, bei Anzeigenblättern, Direktverteilern und Postdienstleistern. Vor diesem Hintergrund sei es nur konsequent, wenn Regionalverlage sich heute auch an Start-up-Unternehmen beteiligten.

Entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung der Zeitungsbranche seien auch gute wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, führte der BDZV-Hauptgeschäftsführer weiter aus. Aufgrund der zum Teil erheblichen Unterschiede in den regionalen Wirtschaftsräumen sei die Lage der Zeitungsbranche recht heterogen. "Es gibt unter den 329 Zeitungsverlagen in Deutschland Häuser, bei denen die Geschäfte gut laufen, aber es gibt auch Unternehmen, die müssen Tag für Tag aufs Neue im Markt kämpfen", so Wolff.

In Deutschland erscheinen 329 Tageszeitungen mit über 1.500 lokalen Ausgaben. Damit hat Deutschland den größten Zeitungsmarkt in Europa.

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