Recht auf Vergessen: Google winkt etwa jeden zweiten Löschantrag durch

28.07.2014
 

Google hat bis Mitte Juli 91.000 Anträge von Europäern erhalten, die Links aus Suchergebnissen entfernen lassen wollen. Gut die Hälfte der bislang abgearbeiteten Löschanträge hat der Internet-Konzern nach eigenen Angaben durchgewunken. Etwa 30% der Anfragen seien dagegen abgelehnt worden.

Google hat bis Mitte Juli 91.000 Anträge von Europäern erhalten, die Links aus Suchergebnissen entfernen lassen wollen. Gut die Hälfte der bislang abgearbeiteten Löschanträge hat der Internet-Konzern nach eigenen Angaben durchgewunken. Etwa 30% der Anfragen seien dagegen abgelehnt worden. In rund 15% der Fälle habe man die betroffenen Bürger um zusätzliche Informationen gebeten.   

Datenschützer hatten zuletzt das Prozedere kritisiert: Sie stoßen sich zum einen daran, dass Google die Urheber, etwa Medien, über die Löschung der Links informiert. Dadurch wurden mehrere Personen, die Links aus den Ergebnissen entfernen ließen, in den vergangenen Wochen öffentlich genannt. Google will an dem Vorgehen aber festhalten, weil dies aus Sicht des Konzerns einer Balance zwischen dem Recht auf Privatsphäre und dem öffentlichen Interesse an Informationen hilft. Zudem fordern Datenschützer, dass die Suchergebnisse nicht nur auf europäischen Google-Seiten, sondern auch bei "Google.com" angepasst werden. Google sieht sich dazu durch das zugrundeliegende Urteil des Europäischen Gerichtshofs aber nicht verpflichtet.

Hintergrund: Google schaltete Ende Mai ein Online-Formular frei, über das man die Löschung der Links beantragen kann. Microsoft folgte vergangene Woche mit einem Löschformular für seine Suchmaschine Bing (kress.de berichtete).

Ihre Kommentare
Kopf

Wolfgang Godec

29.07.2014
!

Hm, da treibt mich die Neugier: Würde gerne wissen, was für Einträge da gelöscht werden sollen.


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