Kooperation mit Deutschem Städte- und Gemeindebund: Zimper startet Magazin "Kommunal" mit 100.000 Auflage

11.08.2014
 
 

Da will es einer wissen: Michael Zimper (Foto) glaubt, im dicht besetzten deutschen Medienmarkt eine Lücke gefunden zu haben, und launcht im Herbst von Berlin aus das Gemeinde-Magazin "Kommunal". Die Chefredaktion übernimmt der frühere Axel-Springer-Mann und Wahlkampfmanager Marco Hecht. Dessen Team soll die Themen, die 11.000 Gemeinden in Deutschland bewegen, durch alle Kanäle deklinieren, den Kommunen eine Stimme auf Bundesebene geben und einen Kanal für Unternehmen zu kommunalen Entscheidern schaffen.

Da will es einer wissen: Michael Zimper glaubt, im dicht besetzten deutschen Medienmarkt eine Lücke gefunden zu haben, und launcht im Herbst von Berlin aus das Gemeinde-Magazin "Kommunal". Die Chefredaktion übernimmt der frühere Axel-Springer-Mann und Wahlkampfmanager Marco Hecht. Dessen Team soll die Themen, die 11.000 Gemeinden in Deutschland bewegen, durch alle Kanäle deklinieren, den Kommunen eine Stimme auf Bundesebene geben und einen Kanal für Unternehmen zu kommunalen Entscheidern schaffen.

Der Markt für kommunale Fachinformation sei in Deutschland stark fragmentiert, sagt Zimper im Gespräch mit kress: entweder seien die Titel regional begrenzt oder auf bestimmte Berufsgruppen in Gemeinden konzentriert – und entsprechend niedrig die Auflagen. Hier will der 33-jährige Verleger aus Wien in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund "Kommunal" platzieren, als knapp 100 Seiten starkes Monatsmagazin mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren und als Online-Community. Zielgruppe sind Menschen in der Gemeindepolitik, in der Verwaltung, der kommunalen Praxis und in Unternehmen, die für Gemeinden tätig sind.

Knapp 200 Milliarden Euro investieren deutsche Gemeinden pro Jahr, haben Zimpers Leute ausgerechnet. "Das ist mehr, als der Tourismus oder die Bauwirtschaft umsetzen", so Zimper. "Diese Ausgaben werden in den nächsten zwei Jahren um sechs Prozent steigen. Kommunen sind ein Wirtschaftsfaktor, der landläufig unterschätzt wird." Das Magazin eröffne der Wirtschaft nun erstmalig die Möglichkeit, deutschlandweit Marketing im Vorfeld klassischer öffentlicher Ausschreibungen zu betreiben.

Entscheider in deutschen Gemeinden – vom Bürgermeister über den Kämmerer bis zur ausführenden Wirtschaft – erhalten das Magazin "Kommunal" in der Anfangsphase gratis, auf Wunsch auch an die Privatadresse. Wichtigster Umsatzbringer sind zunächst Anzeigen, für die Gunnar Lindner verantwortlich zeichnet.

Lindner, bis Ende 2010 Publisher bei Haymarket Media, baut seit einigen Monaten das Vermarktungs-Team in der Hauptstadt auf. Ihren Kunden aus dem Segment der kommunalen Auftragnehmer will die Zimper Media GmbH dann auch Studien anbieten, die wiederum Inhalte für Web oder Print schaffen.

Auf Redaktionsseite hat soeben Marco Hecht das Ruder übernommen. Der 55-Jährige ist durch die Axel-Springer-Journalistenschule gegangen, war u.a. für den Springer-Verlag als Redakteur für Politik  in den jungen Bundesländern aktiv, bevor er an der Seite von Michael Spreng die Wahlkämpfe von Edmund Stoiber und Angela Merkel begleitete. Zuletzt betreute Hecht ein eigenes Verlagsprojekt auf Sylt.

Mit zwei Festen, jeder Menge Freien und einem Redaktionsbeirat soll Hecht gedruckt und digital Themen setzen und "kampagnisieren": von der schnellen Online-Nachricht über Hintergrundartikel im Magazin, Online-Leserbefragungen bis zum "Couch-Talk"-Streaming im Netz. In Österreich, wo Zimper den Kommunal-Verlag führt, floriert auch das entsprechende Messe-Geschäft.

Das Design des deutschen "Kommunal", das erstmals im Oktober 2014 erscheint, kommt vom "Crossmedia Art Department" Einhorn Solutions aus Berlin. Hier sind, unverkennbar, ehemalige Leute von KircherBurkhardt am Werk. Das Layout verbindet Print- und Web-Ästhetik und ist nicht weniger ambitioniert als der Untertitel, den Zimper, Lindner und ihre Mitstreiter für die neue Medienmarke formulieren: "Wir gestalten Deutschland."

 

Ihre Kommentare
Kopf

Schulze

12.08.2014
!

Keine schlechte Idee, wenn "Kommunal" mal deutschen Provinz-Bürgermeistern und Gemeinderäten "Nachhilfe" in Sachen vor allem bürgernaher Kommunal-Politik erteilen würde! Kann nur aus eigenem Erleben sagen: Die meisten haben's dringend nötig! Je kleiner eine Kommune, desto dringender... Nicht jeder ist für das Amt geschaffen, zu dem er sich berufen fühlt. "Kommunal" hätte da ein weites Feld zu bestellen!!!


Andreas Stowasser

14.08.2014
!

Respekt, mutiger Schritt...


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