TV-Branche auf der IFA: Sender liefern eine digitale Leistungsschau

28.08.2014
 
 

Acht Millionen neue Fernseher werden dieses Jahr in deutschen Haushalten aufgestellt – und voraussichtlich auch im nächsten und im übernächsten Jahr. Beste Aussichten für Hersteller, tolle Nachrichten aber auch für Sender: Mit Spannung erwartet die Branche die neuesten technischen Spielereien, die auf der Elektronik-Messe IFA in Berlin ab 5. September geboten werden.

Acht Millionen neue Fernseher werden dieses Jahr in deutschen Haushalten aufgestellt – und voraussichtlich auch im nächsten und im übernächsten Jahr. Beste Aussichten für Hersteller, tolle Nachrichten aber auch für Sender: Mit Spannung erwartet die Branche die neuesten technischen Spielereien, die auf der Elektronik-Messe IFA in Berlin ab 5. September geboten werden. 

7,9 Millionen TV-Geräte – so lautet die Schätzung des IFA-Veranstalters gfu – sollen in diesem Jahr von den Deutschen neu gekauft werden. Verantwortlich dafür ist zum kleinen Teil das Fernsehereignis Fußball-WM, vor allem aber das Interesse an technischen Verbesserungen. "In der Erwartung der Verbraucher stehen der immer größere Bildschirm, das immer bessere Bild und die Smart-Funktionen", sagte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp bei der Programmpräsentation. Vor allem Internet auf dem TV-Schirm ist ein großes Thema: 4,5 Millionen der Neugeräte werden Smart-TV sein – freilich sagt das noch nichts über die tatsächliche Nutzung aus.

Der anhaltend hohe Verkauf von TV-Geräten drückt aber laut Kamp nicht auf die Kaufbereitschaft für andere Geräte. Mit 24 Millionen Smartphones und 7,1 Millionen Tablets prognostiziert er eine Steigerung verglichen mit dem Vorjahr. Kurz gesagt: die technische Aufrüstung nimmt weiter zu, die Digitalisierung aller Lebensbereiche wächst. Ein zunehmendes Interesse bei den Nutzern beobachtet Kamp auch bei den kleinsten internetfähigen Geräten, Smartwatches und Datenbrillen: "Wearables sind eine Produktkategorie, die eine hohe Aufmerksamkeit bei der IFA auf sich ziehen. Sie werden ihren Einzug halten."

ARD verbessert Darstellung auf Smart-TVs

Die ARD wird als einer der großen Aussteller in der Halle 2.2 voll auf digitale Themen setzen:

- In einem "digitalen Wohnzimmer" präsentiert die ARD eine Art Leistungsschau und demonstriert Besuchern, auf welchen Wegen sie die öffentlich-rechtlichen Inhalte empfangen können. Allein fast 50 Apps sind mittlerweile im Portfolio der ARD-Sender.

- Der RBB präsentiert auf der ARD-Fläche die Anwendung "Nachrichten interaktiv", die es auf internetfähigen Fernsehern ermöglichen soll, aus dem laufenden Programm heraus hintergründige Informationen abrufen zu können. Sie erscheinen auf einem Second Screen, etwa auf dem mit dem Fernseher verbundenen Tablet.

- Als Second-Screen-Funktion wird auch "ARD.connect" präsentiert, eine HbbTV-Anwendung für die ARD-Mediathek.

- Vorgestellt wird auch die eigene kleine Mediathek "berliner-mauer.de", auf die Zuschauer mit dem Fernseher zugreifen können. Nutzer hangeln sich entlang eines Zeitstrahls, auf dem sie Videos zum Mauerfall finden.

- Gezeigt wird auch, wie die Online-Angebote der ARD responsiv gestaltet werden, also sich der Bildschirmgröße anpassen, um auf allen möglichen Geräten optimal dargestellt zu werden.

- Gesendet wird außerdem live Digitalradio vom Stand der ARD.

Sky präsentiert BVB gegen Bayern in Ultra HD

Auch der Nachrichtensender n-tv hat in Halle 6.2 einen Stand auf der IFA und sendet live von der Messe. Sky zeigt in Halle 11.1 Ausschnitte aus Tests mit dem Standard Ultra HD: Kameras zeichneten in dieser noch besseren Auflösung das Supercup-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München Mitte des Monats auf. Erstmals gemeinsam präsentieren sich die bei Axel Springer verschmolzene "Welt"-Gruppe und N24 – und zwar in Halle 9.

Die IFA findet vom 5. Bis 10. September statt und feiert ihren 90. Geburtstag. Aussteller und Publikum tummeln sich auf fast 150.000 Quadratmetern Fläche. Eine Viertelmillion Besucher werden erwartet, die meisten von ihnen Fachpublikum.

Informationen zum Besuch unter http://www.ifa-berlin.de/ und zu technischen Trends im Blog des Veranstalters unter http://cheinsights.de/.  

AutorJens Twiehaus

 

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