Relaunch für Webauftritt, Veränderungen in Print: "Bravo" entwickelt sich zum Social Magazine

 

Bauer baut um: Noch im September soll "Bravo.de" eine Frischekur erhalten. Kernthemen der Marke, wie die obligatorische Rubrik "Dr. Sommer", werden in eigenen Channels gebündelt. "Durch eine Vielzahl an neuen Feedback- und Kommunikationstools für die User wird 'bravo.de' eine lebendige Plattform", kündigt Steffen Schmid, Director Digital Frauen & Jugend bei der Bauer Digital KG, an. Künftig will man sich stärker als Social Magazine aufstellen.

Bauer baut um: Noch im September soll "Bravo.de" eine Frischekur erhalten. Kernthemen der Marke, wie die obligatorische Rubrik "Dr. Sommer", werden in eigenen Channels gebündelt. "Durch eine Vielzahl an neuen Feedback- und Kommunikationstools für die User wird 'bravo.de' eine lebendige Plattform", kündigt Steffen Schmid, Director Digital Frauen & Jugend bei der Bauer Digital KG, an. Künftig will man sich stärker als Social Magazine verstehen.

Konkret heißt das: "Bravo.de" wird künftig im responsive Design erscheinen und somit plattformunabhängig Inhalte ausspielen. Ein modernes Layout, eine optimierte Navigations- und Inhaltsstruktur sowie eine eigene, jugendaffine Bild- und Icon-Sprache sollen einer besseren Benutzerfreundlichkeit dienen. Interaktion mit dem User spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Kommentarfunktion wird ausgebaut und durch Icons und individuelle Farbgestaltung spielerischer, die Redakteure sollen mit Namen und Foto stärker sichtbar werden. Inhalte sollen über sämtliche soziale Netzwerke geteilt werden können. Schmid verspricht sich von dem neuen Auftritt sowohl mehr Glaubwürdigkeit als auch Relevanz für die Marke.

Wie "Dr. Sommer" bekommen die Ableger "Bravo Girl!" und "Bravo Sport" ihren eigenen Channel. Der Wunsch der Verantwortlichen ist es, "Dr. Sommer"als zentrale Instanz für Aufklärung und Beratung im Netz" zu positionieren.

Was die Veränderungen im Heft betrifft, so gab Marc de Laporte, Verlagsgeschäftsführer der Bauer München Redaktions KG, zu, dass man angesichts der starken Auflagenrückgänge unter Druck stünde. Basierend auf den Forschungsergebnissen des Verlagseigenen Jugendpanels will man bis Ende des Jahres schrittweise Neuerungen in Print einführen.

"'Bravo' bietet künftig mehr Lebensnähe und stellt sich thematisch wieder breiter auf", sagte de Laporte. Ziel sei es, zum Generalisten für jugendliche Belange zu werden. Um das zu erreichen, werde das Heft künftig u.a. seine Musikkompetenz stärken und die Inhalte fokussierter als bisher auf die Lebenswelt der Jugendlichen ausrichten. Der Anteil an interaktiven Lifestyle-Themen wird erhöht, die Rubrik "Dr. Sommer" erweitert. Der Einstieg, bislang als "Hot or not" betitelt, wird künftig kleinteiliger ausgerichtet und in "Hot Stuff" umbenannt. Außerdem, so verriet Laporte gemäß des Anspruchs an ein Social Magazine, werden die Leser künftig darüber abstimmen, welcher Star als Poster gedruckt werden soll.

Hintergrund: Bauers "Bravo" hat im zweiten Quartal 2014 ihre Talfahrt fortgesetzt. Der Zeitschrift ging laut IVW mehr als ein Drittel ihrer Auflage verloren, selbst im Vergleich zum Vorquartal büßte sie 14,7% ein. Die Auflage der Jugendzeitschrift beträgt jetzt nur noch 144.695 verkaufte Exemplare (kress.de vom 18. Juli 2014).

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.