Neues europäisches Medienangebot entsteht: Axel Springer und Politico machen gemeinsame Sache

09.09.2014
 

Axel Springer und die Nachrichtenorganisation Politico mit Sitz in Washington D.C. haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam eine europäische Ausgabe von "Politico" zu entwickeln. Das neue digitale Medienangebot soll fundierte Berichterstattung über europäische Politik bieten.

Axel Springer und die Nachrichtenorganisation Politico mit Sitz in Washington D.C., haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam eine europäische Ausgabe von "Politico" zu entwickeln. Das neue digitale Medienangebot soll fundierte Berichterstattung über europäische Politik bieten. 

Beide Partner haben eine Vereinbarung für ein 50/50 Joint Venture unterzeichnet. Das neue Medienunternehmen wird seinen Sitz in Brüssel haben. Weitere Details sollen in den nächsten Wochen bekannt gegeben, teilte Springer am Dienstagabend mit.

Das überparteiliche Politico wurde 2007 durch den Herausgeber Robert Allbritton, President & CEO Jim VandeHei und Chefredakteur John F. Harris gegründet. "Politico" bietet schnelle und fundierte Berichterstattung über das Weiße Haus, den US-amerikanischen Kongress und Politik in den USA. Die digitalen Angebote kommen auf sieben Mio Unique Visitors im Monat. Damit ist das Angebot zu einem ernsthaften Konkurrenten von "Washington Post" und "New York Times" geworden.

Das Unternehmen treibt zudem Diskussionen durch seine tägliche, kostenlose Zeitung (Auflage: 35.000 Exemplare), das Hochglanz "Politico Magazine" (erscheint alle zwei Monate), durch Events und durch "Politico Pro", einem Politik-Newsletter für Abonnenten, voran.

"Sehr wichtiges Projekt"

Die "Politico"-Chefs schrieben in einer E-Mail an ihre Mitarbeiter, mit dem "sehr wichtigen Projekt" wolle das Haus "journalistische Chancen in Europa" ausloten.

Ihre Kommentare
Kopf
Klaus Landfried
10.09.2014
!

Respekt: Axel Springer ist für spannende Schritte immer wieder gut. Ob die Kooperation dem deutschen Bedürfnis nach unabhängiger Information gerecht wird, ist aber zweifelhaft. Die Identifizierung der Springer Organe mit US/ NATO Positionen haben immer weniger mit den Tatsachen zu tun. War früher anders. Wer zB nicht nach den Auswertungen der Flugschreiber von MH 17 fragt, wer den OSZE Bericht vom 3.9. nirgendwo erwähnt, weil er keine russischen Soldaten im Donbass notiert, ist nicht glaubwürdig


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