Neue Konzepte gesucht: Produzentenauschreibung für neuen "Fernsehpreis" läuft

 

Nur eines ist sicher: Am 2. Oktober wird der umstrittene "Deutsche Fernsehpreis" zum letzten Mal in der bisherigen Form im Kölner Coloneum vergeben. Die TV-Ausstrahlung erfolgt einen Tag später um 22.00 Uhr in der ARD. Parallel haben die Träger ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 nun eine Ausschreibung gestartet: Bis Jahresende können Produzenten Ideen für eine mögliche Fortführung einreichen.

Nur eines ist sicher: Am 2. Oktober wird der umstrittene "Deutsche Fernsehpreis" zum letzten Mal in der bisherigen Form im Kölner Coloneum vergeben. Die TV-Ausstrahlung erfolgt einen Tag später um 22.00 Uhr in der ARD. Parallel haben die Träger ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 nun eine Ausschreibung gestartet: Bis Jahresende können Produzenten Ideen für eine mögliche Fortführung einreichen.

Zuletzt war immer wieder Kritik an einer Überfrachtung der Gala und an liebloser Moderation laut geworden. Der verstorbene Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nannte 2008 die Verleihung eine "armselige, grottendumme Veranstaltung" - und lehnte die Übernahme eines Preises ab. "Es war schrecklich", sagte er. Es war dem Geschick des damaligen ZDF-Moderators Thomas Gottschalk zu verdanken, dass die Gala nicht komplett entgleiste. 

Zudem überboten sich die Sender zuletzt durch eher respektlose Programmierungen: Sat.1 zeigte die Übertragung vom letztjährigen "Deutschen Fernsehpreis" erst mit zwei Tage Verspätung im Nachprogramm. Nicht ganz überraschend schalteten sich nur 960.000 Zuschauer in die von Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher präsentierte Veranstaltung ein. Danach beschlossen die Gesellschafter im Februar 2014, den bisherigen Vertrag auslaufen zu lassen.

Moderatoren-Trio: Maischberger, Sigl, Heufer-Umlauf 

Im Vorfeld der diesjährigen und vorerst letztmaligen Verleihung, die aktuell von Sandra Maischberger, Hans "Der Bergdoktor" Sigl und Klaas Heufer-Umlauf moderiert werden soll, wurde nun die Ausschreibung an deutsche TV-Produzenten bekannt. Noch im September soll sie damit beginnen, mit Modellen zur Weiterführung konkret zu werden.

"Dabei sollen Ideen und Konzepte für einen neuen gemeinsamen Preis ab dem Jahr 2015 entwickelt sowie neue Veranstaltungsorte in Köln bzw. NRW geprüft werden. Parallel werden auch Alternativen für Vorauswahl und Preisentscheidung erarbeitet", heißt es aus dem ständigen Sekretariat des "Fernsehpreises" von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1. Entsprechend soll eine endgültige Entscheidung über einen neuen Fernsehpreis erst nach der Auswertung der Ausschreibung im kommenden Jahr erfolgen.

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