DJV lobt Merkel-Rede: "Verleger, nehmt die Worte der Kanzlerin ernst"

30.09.2014
 

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Zeitungskongress des BDZV begrüßt. "Die Bundeskanzlerin hat ein Plädoyer für den Erhalt des Qualitätsjournalismus gehalten", lobte DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken, "das die Zeitungsverleger sonst nur von uns kennen."

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Zeitungskongress des BDZV begrüßt. "Die Bundeskanzlerin hat ein Plädoyer für den Erhalt des Qualitätsjournalismus gehalten", lobte DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken, "das die Zeitungsverleger sonst nur von uns kennen."

Die Kanzlerin hatte gemahnt, Verleger sollten nicht der wirtschaftlichen Versuchung erliegen, durch massive Einsparungen im redaktionellen Bereich ihre journalistische Substanz aufs Spiel zu setzen. Und weiter: "Ohne Investitionen in anspruchsvollen Journalismus geht die Kernkompetenz der Verlage verloren."

Der DJV-Vorsitzende Konken sagte, die Worte der Kanzlerin machten deutlich, dass die andauernden Einsparungen der Verlage auf Kosten redaktioneller Arbeitsplätze inzwischen existenzbedrohend für den Zeitungsjournalismus seien. Er appellierte an die beim Berliner Zeitungskongress versammelten Verleger, die Worte der Kanzlerin ernst zu nehmen: "Wer die Voraussetzungen für Qualität nicht mehr bietet, legt die Axt an die Wurzel der Demokratie", warnte Konken.

Auf Zustimmung des DJV stieß auch das Bekenntnis der Bundeskanzlerin zur Fortentwicklung des Urheberrechts. "Der Schutz des geistigen Eigentums ist eine Kernfrage auch für die Entwicklung der Kreativwirtschaft", sagte Merkel. Deshalb müsse es auch im digitalen Zeitalter möglich sein, Einnahmen aus kreativer Arbeit zu erzielen. Urheberrechtsrelevante Leistungen müssten wertgeschätzt und effektiv geschützt werden, betonte die Kanzlerin. Der DJV-Vorsitzende fügte hinzu, die Anpassung des Urheberrechts an die digitale Wirklichkeit der Globalisierung könne nicht länger auf sich warten lassen: "Den Text- und Bildurhebern läuft die Zeit davon." Es sei deshalb zu begrüßen, dass das Thema an der Spitze der Bundesregierung angekommen sei.

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