Kai Diekmann bei der IAA in Wien: "Daten sind das neue Öl"

01.10.2014
 

Kai Diekmann hat am Dienstag auf Einladung der International Advertising Association (IAA) in Wien über das "Überleben im digitalen Zeitalter" gesprochen. Laut einem APA-Bericht hob der "Bild"-Chefredakteur dabei drei Kernpunkte hervor: "Mobile, Cloud Computing und die Entwicklung des Breitbands." In Kombination führe das dazu, "dass wir in Echtzeit eine Masse an Daten analysieren können, wie es nie zuvor möglich war".

Kai Diekmann hat am Dienstag auf Einladung der International Advertising Association (IAA) in Wien über das "Überleben im digitalen Zeitalter" gesprochen. Laut einem APA-Bericht hob der "Bild"-Chefredakteur dabei drei Kernpunkte hervor: "Mobile, Cloud Computing und die Entwicklung des Breitbands." In Kombination führe das dazu, "dass wir in Echtzeit eine Masse an Daten analysieren können, wie es nie zuvor möglich war". Statt die Wünsche der Konsumenten nur zu erahnen, würden sie sich vorhersagen lassen. "Daten sind das neue Öl", so Diekmann nach Angaben der Austria Presse Agentur.

Die mobile Internetnutzung werde in den USA noch vor Ende des Jahres die stationäre überholen, weltweit soll es im kommenden Jahr soweit sein. An die Stelle "fixer Informationsrituale" wie Tageszeitung oder Fernsehen trete ein neues mediales Ökosystem, in dem die User von morgen sozialisiert werden. "Wir treffen dieses Publikum nicht mehr physisch am Kiosk. Also müssen wir dorthin, wo es aufwächst und sich aufhält: die sozialen Plattformen", unterstrich Diekmann in Wien. "Die virtuelle Welt ist für sie die reale."

Für den "Bild"-Chefredakteur ist die Kombination aus Recherche, gutem Storytelling und technischen Tools ein zukunftsfähiges Konzept. Funktionieren könnte all dies allerdings nicht ohne das nötige Kleingeld. "Das bleibt die zentrale Frage hinsichtlich des Geschäftsmodells". Bei "Bild" fahre man mit den Digital-Abonnements gut und stehe derzeit bei mehr als 230.000 zahlenden Kunden - Tendenz steigend. "Es ist eine Frage der Ehre, dass wir für Inhalte Geld verlangen."

"Findet mich der Inhalt nicht, ist er auch nicht relevant für mich"

Die Papierform der "Bild" sei "nach wie vor hochprofitabel" und werde nicht so schnell wegbrechen. Aber die Konsumgewohnheiten hätten sich nun einmal verändert - selbst in der digitalen Welt. "Heute wird nicht mehr gesucht", bezog sich Diekmann bei seinem Vortrag in Wien auf die "stationäre Welt" von Google und Co. "Die Smartphone-Welt ist das Gegenteil davon, da gibt es geschlossene Ökosysteme." Den Konsumenten müsse man also gezielt erreichen. "Die junge Generation hat längst gelernt: Findet mich der Inhalt nicht, ist er auch nicht relevant für mich."

Ihre Kommentare
Kopf

DJSolaar

01.10.2014
!

Immerhin 8 Jahre später als das Original
"Data is the new oil!" Clive Humby, ANA Senior marketer’s summit, Kellogg School.
http://ana.blogs.com/maestros/2006/11/data_is_the_new.html


Copywatch

01.10.2014
!

Wer ist das auf dem Artikelfoto? Hat Herr Diekmann seinen Bart abgelegt?


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