Erst spart der "stern", jetzt die "Gala": G+J legt Foto- und Grafikressort zusammen

 

Das große Gruner+Jahr-Sparprogramm hat nach dem "stern" auch die "Gala" erfasst: Der Verlag legt die Ressorts Foto und Grafik des wöchentlichen People-Magazins zu einem Großressort Optik zusammen und spart en passant sechs Voll- und Teilzeitstellen ein.

Das große Gruner+Jahr-Sparprogramm hat nach dem "stern" auch die "Gala" erfasst: Der Verlag legt die Ressorts Foto und Grafik des wöchentlichen People-Magazins zu einem Großressort Optik zusammen und spart en passant sechs Voll- und Teilzeitstellen ein. In den Ressorts Foto und Grafik sind derzeit rund 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Eine G+J-Sprecherin bestätigte die "Umstrukturierungsmaßnahmen" auf kress-Anfrage: "Um dem hohen Qualitätsanspruch von 'Gala' nachzukommen und den veränderten Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, braucht es ein anderes journalistisches Arbeiten sowie  eine Reduktion der Kosten", so das offizielle Wording des Verlags. Die neue Struktur gewährleiste "ein effizienteres, schnelleres und sichereres Arbeiten" und diene "einer Verbesserung der Abläufe und der Hebung kreativen Potenzials". Derzeit führe der Verlag Gespräche mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat, der Zeitpunkt des Umbaus sei noch offen.

In Zukunft soll ein Creative Director das neue Ressort Optik führen. Er oder sie berichtet direkt an Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann. Die bisherigen Ressortleiter sind Margit Mönikes (Foto) und Endrek Popp (Grafik/stv. Art Director). Art Director ist Kerstin Peters.

Der Einschnitt bei "Gala" kommt nicht überraschend: G+J-Vorstandschefin Julia Jäkel hat im August angekündigt, binnen drei Jahren 75 Mio Euro einzusparen und bis zu 400 der 2.400 Stellen von Gruner + Jahr Deutschland abzubauen (kress.de vom 27. August 2014). Im Hinblick auf den "stern" ist das Unternehmen schon konkret geworden: Bei Gruners Vorzeigetitel sollen 26 der knapp 200 Stellen abgebaut werden.

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