"Kein Interessenskonflikt": Markwort schrieb unter Pseudonym über FC Bayern

09.10.2014
 

Erstmals hat "Focus"-Herausgeber Helmut Markwort bestätigt, dass er für "Focus Online" als "Moritz Rodach" über den FC Bayern München berichtet hat. Ein "Focus"-Sprecher betonte am Mittwoch,, dass Markwort keinem Interessenkonflikt erlegen sei. Markwort gehört dem FC-Bayern-Aufsichtsrat an.

Erstmals hat "Focus"-Herausgeber Helmut Markwort bestätigt, dass er für "Focus Online" als "Moritz Rodach" über den FC Bayern München berichtet hat. Ein "Focus"-Sprecher betonte am Mittwoch,, dass Markwort keinem Interessenkonflikt erlegen sei. Markwort gehört dem FC-Bayern-Aufsichtsrat an.

Markworts Lebensgefährtin Patricia Riekel hatte das Pseudonym Moritz Rodach im September bei der Gala zum Deutschen Radiopreis enttarnt, wie "Zeit Online" am 1. Oktober berichtet hatte. Er sei Riekel dafür nicht gram, sagte Markwort.

Insgesamt nutze er sogar "fünf, sechs" Pseudonyme. Für seine Anzeigenzeitung, das "Darmstädter Tagblatt", schreibt Helmut Markwort unter verschiedenen Namen. "Das kommt auf die Anlässe, die Themen, das publizistische Umfeld an. Ich will ja mein Leben lang nicht alles unter dem Namen Helmut Markwort veröffentlichen. Der hat ein politisches Gewicht, dieser Markwort. Wenn ich eine lokale Glosseschreibe oder ein leichtes Operettenstück, dann will ich das nicht mit meinem Eigennamen belasten", erklärte der "Focus"-Herausgeber nach einem "newsroom.de"-Bericht. Das Branchenmagazin bezieht sich auf ein Interview mit Markwort, das am 22. Okotber im "BJV Report" erscheint.

Ihre Kommentare
Kopf
René Schellbach

René Schellbach

Freier Journalist für Text - Foto - Layout

09.10.2014
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So gent das nicht, lieber Kollege Markwort. Ich kann verstehen, wenn das politische Schwergewicht den eigenen Markennamen durch lokale Artikel nicht verwässern will. Ich schreibe als Fachjournalist und im Lokalen - stets unter eigenem Namen. Wer aber als Aufsichtsrat von Bayern München ausgerechnet über Bayern München schreibt und dazu ein Pseudonym nutzt, der tut das aus einem einzigen Grund: Die Leser sollen die Doppelrolle nicht erfahren. Das beschädigt die Marke Markwort ganz extrem.


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