Mit "über 100 digitalen Titeln" am Start: Bauer verbündet sich mit Flatrate-Kiosk Readly

09.10.2014
 

Die Bauer Media Group geht eine Partnerschaft mit Readly ein, das eine Flatrate für die digitale Nutzung von Zeitschriften anbietet. Damit sei man der erste globale Kooperationspartner einer Vertriebsplattform dieser Art überhaupt, heißt es bei den Bauers. Mit "über 100 digitalen Titeln" wird das Medienhaus in Deutschland, UK und den USA an den Start gehen.

Die Bauer Media Group geht eine Partnerschaft mit Readly ein, das eine Flatrate für die digitale Nutzung von Zeitschriften anbietet. Damit sei man der erste globale Kooperationspartner einer Vertriebsplattform dieser Art überhaupt, heißt es bei den Bauers. Mit "über 100 digitalen Titeln" wird das Medienhaus in Deutschland, UK und den USA an den Start gehen. Für 9,99 Euro im Monat können Nutzer dann auf alle digitalen Zeitschriften zugreifen.

Henrik Barck, Negotiator and Co-Founder von Readly, kündigte schon im September an, dass man mit einem sehr großen Partner in abschließenden Gesprächen stünde (kress.de berichtete).

Der Flatrate-Kiosk Readly eröffnete 2013 in Schweden, seit vergangenen November gibt es auch ein Angebot in den USA. Im März diesen Jahres kam eine englische "Filiale" dazu. 

"Die Kooperation mit Readly ist ein weiterer Schritt, den Vertrieb von digitalen Zeitschriften und Inhalten auszubauen", so Andreas Schoo, Konzerngeschäftsleiter der Bauer Media Group und verantwortlich für das internationale Digitalgeschäft der Gruppe. Schoo verweist darauf, dass Flatfeemodelle in anderen Mediensegmenten wie Musik und Film bereits sehr erfolgreich seien. 

Neue Lesergruppen und neue Umsatzfelder erschließen

"Der neue Vertriebsweg hat das Potenzial, ganz neue Zielgruppen zu erreichen - und damit neue Umsatzfelder", sagt Carsten Schüerhoff, Leiter Digital Brand Solutions & Innovations. "Readly bietet eine ideale Plattform für digital affine Menschen, die sich gern inspirieren lassen und spontan und individuell ihre digitalen Zeitschriften auswählen wollen - ohne sich auf einen bestimmten Titel zu beschränken."

Henrik Barck erklärte am Donnerstag: "In vielen Gesprächen habe ich Bauer als zukunftsweisendes globales Medienhaus kennengelernt und wir freuen uns sehr, nun gemeinsam an der vordersten Front die digitale Revolution im Bereich International Publishing zu gestalten."

Nach einer zweiwöchigen kostenfreien Probenutzung zahlen Abonnenten für die Readly App in Europa 9,99 € im Monat (in den USA 9,99 $ und in Großbritannien 9,99 £) für die uneingeschränkte Nutzung der App, so dass der Service auf bis zu fünf verschiedenen Geräten genutzt werden kann. Derzeit bietet der Readly 600 verschiedene Titel mit mehr als 7.000 Ausgaben von 146 Verlegern. Die aktuelle Auswahl kann auf www.readly.com eingesehen werden.

Das Readly-Versprechen an die Verlage

Readly verspricht deutschen Verlagen neue Kunden und eine wachsende Zahl Leser. "Denn 97% der Readly-Kunden können von unseren schwedischen Verlagspartnern nicht in deren Systemen gefunden werden", so Barck in einem früheren Interview. Viele Male habe man die eigene Kundenliste gegen die der Verlage abgeglichen und habe dabei eine maximale Überschneidung von 3% gefunden.

Die Verteilung der Erlöse auf die Verlage basiert auf der Anzahl der gelesen Seiten und ob die komplette Ausgabe geladen wird. Barck: "Unsere Partnerverlage können das mit Hilfe von Readly Analytics in Echtzeit verfolgen."

Nach Angaben des Unternehmens liest ein Readly-Kunde im Durchschnitt 7 bis 8 Zeitschriften pro Monat. Mit einem größeren Angebot wollen die Schweden die Zahl noch steigern. Die Titel würden dabei im Schnitt rund 17 Minuten lang genutzt, fast jeder Zweite lese mehr als die Hälfte aller Seiten.

In Schweden sollen künftig auch Zeitungen mit ins Programm aufgenommen werden.

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