Verlage bekommen Gnadenfrist: Google zeigt Snippets noch bis zum 22. Oktober an

 

Snippets und Thumbnails von in der VG Media organisierten Verlagen (u.a. Axel Springer, Burda, Funke, Madsack und M. DuMont Schauberg) wollte Google eigentlich schon am gestrigen Donnerstag aus dem Suchindex von Google News werfen. Nun bekommen die Verlage aber einen Aufschub.

Snippets und Thumbnails von in der VG Media organisierten Verlagen (u.a. Axel Springer, Burda, Funke, Madsack und M. DuMont Schauberg) wollte Google eigentlich schon am gestrigen Donnerstag aus dem Suchindex von Google News werfen. Nun bekommen die Verlage aber einen Aufschub. Und zwar, weil sie den Suchmaschinenriesen gebeten haben, die angekündigte Umstellung etwas zu verschieben.

Die Snippets und Thumbnails der betreffenden Verlage werden erst ab dem 23. Oktober nicht mehr angezeigt, heißt es in einem Eintrag bei Google+.

Den Schritt, künftig nur noch Überschriften bei den VG-Media-Verlagen anzeigen zu wollen, begründete Google Anfang Oktober mit der Klage auf Zahlung durch die VG Media (kress.de berichtete). Man bedauere deren juristischen Schritt, "denn jeder Verlag konnte schon immer selbst entscheiden, ob und wie seine Inhalte in unseren Diensten angezeigt werden", so Google-Deutschlandchef Philipp Justus. Er verwies darauf, dass rund 5.000 deutsche Nachrichtenseiten - von "FAZ" bis "Süddeutsche", von "Spiegel" bis "Zeit" - ihre Inhalte über die Google-Suche oder Google News zugänglich machten. 

VG Media reagierte darauf mit harter Kritik auf das Vorgehen von Google, sogar von "Erpressung" war die Rede. Der US-Internetkonzern diskriminiere diejenigen Verleger, die ihr Presseleistungsschutzrecht über die VG Media zivilrechtlich durchzusetzen versuchten. Die Inhalte derjenigen Presseverleger, die eine Durchsetzung ihrer Rechte nicht wagten, stelle Google weiterhin dar.

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