Nico Lumma ist "Bild.de"-Kolumnist: "Wir müssen das Digitale verständlicher kommunizieren"

15.10.2014
 

"Ich habe jetzt eine Kolumne auf 'Bild.de' - beschmeißt mich mit Max Goldt Zitaten", verkündet Nico Lumma in seinem Blog. Der 42-Jährige Autor will darin über die Herausforderungen bei der Digitalisierung unserer Gesellschaft berichten - und möglichst viele Menschen ansprechen. Lumma: "Wir haben dieses wichtige Thema viel zu lange nur in unserer Blase diskutiert,

"Ich habe jetzt eine Kolumne auf 'Bild.de' - beschmeißt mich mit Max Goldt Zitaten", verkündet Nico Lumma in seinem Blog. Der 42-Jährige Autor will darin über die Herausforderungen bei der Digitalisierung unserer Gesellschaft berichten - und möglichst viele Menschen ansprechen. Sein erster "Zwischenruf" trägt die Überschrift: "Warum die Deutschen digitale Analphabeten sind" 

"Ich schreibe darüber, weil ich es wichtig finde, möglichst eine breite Masse der Bevölkerung zu erreichen und dieses Thema massenkompatibel aufzubereiten", so Lumma, der Co-Vorsitzender von D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt und Mitglied in der Medien- und netzpolitischen Kommission der SPD ist.

Lumma: "Wir haben dieses wichtige Thema viel zu lange nur in unserer Blase diskutiert, es aber nicht verstanden, den Rest der Gesellschaft mitzunehmen. Wir haben vor allem eine Sprache verwendet, die vor Anglizismen nur so strotzt und die es anderen Leuten schwer macht, das Thema zu durchdringen." Er merke das beispielsweise immer wieder, wenn er beispielsweise in SPD-Gliederungen zum Thema Digitalisierung rede und bei jedem Fremdwort laut gemurmelt wird."

"Nur, wenn wir anderen Leuten klar machen wollen, wie wichtig das Thema ist, wenn wir nicht wollen, dass Leute das Thema ablehnen oder die falschen Rückschlüsse aus der Entwicklung ziehen, dann müssen wir das Digitale verständlicher kommunizieren", so Lumma weiter. Bislang betreibe man viel "Preaching to the Choir", predigten also den Bekehrten das, was sie schon wissen. Das sei toll, das fördere aber auch ungewollt eine gewisse Wagenburg-Mentalität. Man neige dazu, sich gegenseitig zu bestätigen und dann die eigene Meinung als die reine Lehre zu begreifen. "Wir müssen eben auch mal dahingehen, wo es weh tut."

Mittagessen mit Kai Diekmann

Am Ende seines Blog-Textes gesteht Lumma, der auch schon Director Social Media bei Scholz & Friends und COO der Beteiligungsgesellschaft Digital Pioneers war: "Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal als Kolumnist auf 'Bild.de' schreiben würde. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal mit 'Bild'-Chef Kai Diekmann zu Mittagessen würde, um mit ihm über Entwicklungen in der Medienbranche zu diskutieren. Aber, wie sagte John Lennon mal so schön: 'Life is what happens to you while you’re busy making other plans.'"

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