Gutjahrs Kassensturz nach 6 Monaten LaterPay: "Mit Micropayment lässt sich durchaus Geld verdienen"

 

Richard Gutjahr macht sich nackig. Vor 6 Monaten hat er zusammen mit dem Münchner Startup LaterPay ein Experiment auf seinem Blog "gutjahr.biz" gestartet und seit dem ausgewählte Blogposts verkauft. Nun listet er auf, wie viel Geld seine Leser dafür bezahlt haben.

Richard Gutjahr macht sich nackig. Vor 6 Monaten hat er zusammen mit dem Münchner Startup LaterPay ein Experiment auf seinem Blog "gutjahr.biz" gestartet und seit dem ausgewählte Blogposts verkauft. Nun listet er auf, wie viel Geld seine Leser dafür bezahlt haben.

Insgesamt hat er zwölf Artikel entweder komplett (Pay Per Use) oder durch Einzelelemente (Free To Read) verkauft und damit 1190,16 Euro verdient. Im Schnitt also rund 99 Euro pro Blogpost, wie er in einem Blogeintrag mitteilt.

Der Löwenanteil dieser Summe stamme allerdings von nur einem einzigen Artikel - und zwar von der Vorstellung der neuen Apple-Produkte im September. Für die Berichterstattung hat Gutjahr drei Verkaufsmodelle genutzt: Der Basis-Artikel war gratis und sollte einen Überblick geben, worum es überhaupt geht (Free To Read). Der Live-Ticker hat 99 Cent gekostet (Pay Per Use). Die Bildergalerien mit hochauflösenden Fotos zur Weiterverwendung hat Gutjahr für Blogger (4,99 Euro) bzw. Profis (149,- Euro) als Single Sale angeboten.

129 Leser haben ein Ticket zum Liveblog gelöst. 706 Euro stammen aus dem Verkauf von Fotos, überwiegend über die Blogger-Lizenz. Auch vier Profi-Verkäufe wurden laut Gutjahr getätigt. Herausgekommen ist eine Gesamtsumme von 834 Euro, wobei LaterPay bei der Auszahlung pauschal 15% für Abrechnung und Kreditkartengebühr einbehält.

Gutjahrs Bilanz: "Trotz technischer Anlaufschwierigkeiten kann ich heute voller Überzeugung sagen: Ja. Mit Micropayment lässt sich durchaus Geld verdienen." Selbst an "eher belanglosen Texten" habe er im Schnitt rund 30 Euro verdient. Mit einer durchschnittlichen Conversion Rate von 13,1% (ohne das Apple-Event) liege LaterPay weit über dem, was man mit Google-Werbung erzielt. Gutjahr kündigt außerdem an, für 2015 "große Pläne" für sein Blog zu haben, bei denen Micropayment "eine wichtige Rolle" spielen werde.

Ihre Kommentare
Kopf

Alexander Zarrouk

talk-about-games.de
Chefredaktion

21.10.2014
!

Das ist ja alles nett und schön...allerdings bezahlt man in einer Stadt wie bspws. Hamburg schon im Monat soviel an Miete, Versicherungen (KV!) und Lebenshaltungskosten (wenn man KEIN Auto und/oder Kinder hat) wie der nette Herr Gutjahr in den sechs Monaten eingenommen hat....ergo: Das würde ein ganz schlechtes Jahr für jeden der nicht über die nötigen Reserven verfügt oder noch bei Mutti wohnt...


Sebastian Becker

21.10.2014
!

...es ist erstaunlich, wie man diesem Artikel so eine Schlussfolgerung ziehen kann: eine technische Micropayment-Lösung kann doch niemanden den Lebensunterhalt bestreiten (das muss schon das Schreiben/Publizieren selbst), und Richard G. bietet offensichltich nur einen Teil seines Blogs als Paid Content an, der Rest dürfte frei zugänglich sein und Werbeeinnahmen generieren (nehme ich an). Ein Auto macht den Malermeister auch nicht reich, aber bringt ihn schneller zum Kunden als ein Fahrrad.


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