"Lokale Informationen kann es nicht mehr umsonst geben": Ehemalige "WZ"-Lokalredakteure starten Abo-Online-Zeitung

 

Lässt sich mit lokalen Nachrichten im Internet Geld verdienen? Vier ehemalige Lokalredakteure der "Westdeutschen Zeitung" sagen ja. Nach gut einem halben Jahr intensiver Vorbereitung geht ihre Online-Zeitung "Taeglich.ME" am 9. November offiziell an den Start.

Lässt sich mit lokalen Nachrichten im Internet Geld verdienen? Vier ehemalige Lokalredakteure der "Westdeutschen Zeitung" sagen ja. Nach gut einem halben Jahr intensiver Vorbereitung geht ihre Online-Zeitung "Taeglich.ME" am 9. November offiziell an den Start.

Sieben Tage in der Woche wollen Tanja Albrecht, Thomas Reuter, Philipp Nieländer, Thomas Lekies und Webdesigner Patrick Dahm ihre Online-Zeitung mit Geschichten, Hintergrundstücken, Nachrichten aus der Politik, den Vereinen und den Menschen ihrer Heimat, dem Kreis Mettmann, füllen.

Wer das lesen möchte, muss ein Abonnement abschließen und einen Euro pro Tag bezahlen. Ein Jahresabonnement kostet 60 Euro. Es gibt auch Wochen- oder Monatsabos.

"Informationen aus dem Lokalen kann es heutzutage nicht mehr umsonst geben", sagt "Taeglich.ME"-Gründer Thomas Reuter. "Deshalb müssen die Besucher unseres Nachrichtenportals für das Lesen unserer Artikel bezahlen."

"Die regionalen Tageszeitungen bilden das Leben in den zehn Städten des Kreises Mettmann nur noch unzureichend ab", sagt Tanja Albrecht. "Viele lokal engagierte und interessiere Menschen finden sich dort kaum noch wieder."

Thomas Lekies ergänzt: "Wir wollen umfassender, hintergründiger und vor allem schneller berichten und auf tagesaktuelles Geschehen reagieren. Aber auch kurzweilige oder abseitige Geschichten haben bei uns ihre Berechtigung."

Zum Start geht es in "Taeglich.ME" zuerst um die Städte Mettmann, Wülfrath und Haan. "Aber auch Kreispolitik, die touristischen Perspektiven des Neanderlands und aktuelle Entwicklungen in den anderen sieben Städten des Kreises Mettmann finden bei uns statt", sagt Philipp Nieländer.

Die Endung ME bezieht sich übrigens auf das Autokennzeichen im Kreis Mettmann zwischen Wuppertal, Essen und der Rheinschiene, in dem gut eine halbe Million Menschen leben.

Hintergrund: Die Redaktion der "Westdeutschen Zeitung" im Kreis Mettmann wurde Ende September de facto aufgelöst, die lokalen Nachrichten werden bereits seit dem Sommer größtenteils vom Mitbewerber "Rheinische Post" eingekauft (kress.de berichtete).

Ihre Kommentare
Kopf

Mettmann

05.11.2014
!

Interessant!

Gruß von http://mettmann.tumblr.com


Rohdenhauser

06.11.2014
!

So wahr!!

1. Die Lokateile der Zeitungen Westdeutschen Zeitung und Rheinische Post sind mittlerweile gleichgeschaltet - der zahlende offlline-Leser hat de facto keinen Vorteil mehr, die WZ zu lesen.

2. Aktuell war die WZ nur dank ortskundiger, profilierter Redakteure - diese sind nun bei taeglich.me vertreten.

3. Und ja, es lässt sich damit Geld verdienen - weil die User = Menschen vor Ort Vertrauen in die zuverlässige Berichterstattung haben, die von den Redakteuren geleistet wird!


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